Reisernte

Meine Familie erntet zur Zeit in den Bergen von Hand den angebauten Reis. Es ist harte Arbeit in der brennenden Sonne, bei über 30°C. Aber Reis riecht richtig gut und schmeckt sehr lecker.

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Ausflug / Outing

Letztes Wochenende haben wir mit ein paar Leuten aus dem Team einen Ausflug zu einem wunderschönen Wasserfall gemacht. Auf dem Weg nach Hause, sind wir unterwegs noch stehen geblieben, um einen super leckeren “Buko Halo-Halo” zu essen. Mhmm. Er wurde typisch in einer Kokosnuss serviert. “Halo-Halo” heißt zu Deutsch “Mix-Mix”. Es sind ca. 14 verschiedene Zutaten drinnen. Ein paar könnt ihr ja auf dem Bild erkennen.

Last weekend we had an outing to a beautiful waterfall with some people of the team. On the way home we stopped for a “buko halo-halo”. Mhmm. It was typically served in coconut. “Halo-Halo” means “Mix-Mix”. It was about 14 different ingredients. Some you can see in the pictures.

Alltag / everyday life

Wie sieht denn eigentlich mein Alltag so aus? Das haben sich vielleicht einige schon gefragt. So will ich ein bisschen aus meinem Alltag berichten. So besondere Erlebnisse, die für mich neu sind, doch hier “Alltag”, habe ich euch ja meist geschrieben. Hier nun aber so das “ganz normale”. 🙂

Generell kann ich sagen, dass es meist anders kommt, als ich es plane. So muss ich eben flexibel sein und mehr Zeit einplanen. Im ersten Jahr ist meine Hauptaufgabe “einfach nur” das Sprachstudium, das alles andere als einfach ist. Ab und zu bin ich zwar schon auch mal bei Projekten dabei, so wie zB einen Besuch auf der Ziegenfarm mit spontaner Ziegenoperation, oder nächsten Monat auf einem medizinischen Einsatz in den Dörfern. Solche Sachen sind momentan aber eher die Ausnahme. Ich treffe mich mit verschiedenen Sprachhelfern. In den letzten Wochen waren das fünf verschiedene Frauen. Morgens bereite ich die Unterrichts-Stunden vor und dann anschließend treffen wir uns für den Unterricht. Am Nachmittag heißt es dann wiederholen und üben. Ich versuche viel raus zu gehen und zu üben. Praktisch heißt das, einfach auf den Markt gehen, zur Post, die Nachbarstraßen ablaufen und sich mit Nachbarn unterhalten. Einfach viele Leute treffen und reden, reden.  Im Unterricht mache ich auch digitale Aufnahmen von den neuen Worten, die ich dann zu Hause abhöre und wiederhole. Eigentlich klingt das so ganz einfach, doch mit der Umsetzung sieht es anders aus. Es fällt mir schwer raus zu gehen und zu üben. Ich bin zwar gern mit den Leuten zusammen und rede gerne, aber es ist sehr herausfordernd und kostet Überwindung, denn ich will Tagalog lernen, doch jedes Mal wenn ich rausgehe, höre ich alle möglichen anderen Sprachen.

Oft habe ich auch ein Buch dabei um Wartezeiten zu überbrücken. Ich merke doch, wie immer wieder die deutsche Zeit in mir tickt. Wir machen zB 09:00 Uhr aus, doch meine Sprachhelferin taucht erst eine Stunde später auf. Letztens kam sie zwei Stunden später und meinte dann “ich habe fast vergessen, dass wir uns treffen.” Das fand ich irgendwie lustig, denn in Deutschland ist das bereits vergessen und zu spät, nicht hier. Wenn man das weiß ist das nicht weiter schlimm, denn dann stellt man sich drauf ein und kommt selber auch einfach später. Das Problem ist, das nicht jeder so ist. Die eine kommt einfach ne Stunde später, die andere taucht immer auf die Minute pünktlich auf. Ja und dann gibt es noch den Fall, dass die Sprachhelferin einfach gar nicht mehr auftaucht. Ich habe keine Ahnung warum, aber sie kommt einfach nicht mehr, auch keine Antwort auf meine SMS (hier textet man, Anrufe sind eher selten). Tja und so mache ich mich auch wieder einmal auf die Suche nach neuen Sprachhelfern.

Das sind nicht alle Stationen in meinem Alltag, aber wenigstens meine Hauptaufgabe/Arbeit hier, womit ich mich die Woche über so beschäftige. Naja, über “Sprachstudium-Arbeit” gibt es nicht so viel zu berichten, während man sonst so im Alltag in einer neuen Kultur viel erlebt und die Dinge, lassen sich gut in einem Blog schreiben. Obwohl wir sehr nahe am Meer wohnen, sind wir doch eher selten am Strand. In den letzten fünf Monaten war ich vier Mal am Strand. Jedes Mal bin ich neu überwältigt von der schönen Landschaft und Natur hier. Da entstehen dann solche Bilder.

What does my daily routine look like? Some of you might be asking. So I want to share I little about that. Special experiences here that are so new to me but part of daily life here, that’s the things I posted here anyway. But now a little about my very normal “working day”.

In general I have to say things happen differently than what I planned or expected. I have to be flexible and plan in more time. My main focus during the first year is “just” language study which isn’t easy at all. Sometimes I’m involved in some projects like visting the goat-farm and suddenly ending up in a goat-surgery or like a medical we will have next month. But that’s more an exception. I meet with various language-helpers. In the past few weeks I had five different girls who helped me. In the morning I prepare the lessons and aftewards we meet for the lessons. In the afternoons I try to go out a lot and practice. That means just going out, walking around in the neighborhood talking to neighbors, going to the market, the postoffice, etc. I need to talk, talk. That doesn’t sound to difficult but I feel like it really is. Often I’m struggling just to do so because I am supposed to practice Tagalog but when I go out I hear all kinds of different languages but Tagalog. I enjoy being with Filipinos though, spending time together, getting to know each other. I just wish it would be more Tagalog in our conversations.

Often I have a book with me for the waiting times. I can see how the german timing is still somewhat within me. If we want to meet at 9am I’ll be there but my language helper shows up an hour later. The other week she came two hours later and said “Oh I almost forgot that we are meeting today”. Well in Germany that would be already “forgotten” and to late. Not here and that’s not a problem if I know that then I just come later too. The problem is that someone just comes later and the other shows up on the dot. And then there is also the case of a helper not showing up at all without any notice or response to my text (people are texting here, only few calls). So I am looking for new language helpers again.

That’s not a 100% my whole day but at least my language-study-day or “work”, what I do throughout the week. There is not so much to write about the language study itself compared to all the new things I experience in this new culture which I post anyway. Although we live very close to the sea I don’t get to go there very often. I think in the last five months I’ve been a the beach four times. Everytime I am amazed again about the beautiful landscape and nature here. That’s were I took the picture.

Erdrutsch / Landslide

Letztes Wochenende ging auf unserer Farm ein Erdrutsch runter. Leider wurde dabei der vor sechs Monaten neu gebaute Ziegenstall (einer von vier) komplett mitgerissen. Der Stall wurde komplett zerstört. Bei dem Erdrutsch wurden 5 Ziegen getötet. Es ist ein Verlust, aber auch ein Wunder, denn in dem Stall waren ca. 30 Ziegen. Die anderen Ziegen sind alle unverletzt geblieben. Trotz der dem Schaden und Verlust haben wir viel Grund Gott zu danken. Es wurden keine Menschen verletzt. Gerade an dem Wochenende waren nur zwei Leute auf der Farm. Der eine war in einem anderen Stall und der andere im Haus. Das ist echt ein Geschenk und wir sind dankbar. Die Männer habe auf der Farm nun alle Hände voll zu tun mit den Aufräumarbeiten und Wiederaufbau. Ich war schon länger nicht mehr auf der Farm, aber ich habe drei Bilder von meinem Teamkollegen.

Last weekend we had a landslide on our farm. Sadly the newly build goat barn (one out of four) was completely destroyed. Five goats were killed through the landslide. It is a loss but on the other hand it’s also a miracle because in that barn we have around 30 goats. All the other goats have no injuries. Despite the loss and the damage we still have lot to be thankful for to God. No people were injured. Just that weekend there were only two men on the farm and they were in other buildings. That is amazing and we thank God. Now the men have a lot do with cleaning up and rebuilding. I didn’t go to the farm for a while but I got a few pictures from my team-mate.

Ziegenfarm / Goatfarm

Deutsch/English

Nächsten Monat ist es drei Jahre her, seit ich das erste Mal auf der Ziegenfarm war. Vergangenes Wochenende war ich wieder dort und es war schön die Veränderungen zu sehen. Einige von euch wissen, dass damals eine Ziege nach mir benannt wurde, als sie an meinem Geburtstag zur Welt kam. Sie lebt und es geht ihr gut. Ich zeig euch ein Bild von der Ziege heute. Auch gebe ich euch noch so ein paar Bilder von den Ziegen, der Farm und auch ein paar Bilder von der Umgebung und der Weg zur Farm.

Next month it’s three years ago that I went to the goatfarm for the first time. Last weekend we went there and it was beautiful to see all the changes. Some of you know that they named a goat after me since she was born on my birthday. She is alive and well. I attache some pictures from now and also some new goatpictures, the farm and the surroundings and the way to the farm.

Wanderung / Hiking

Deutsch/English

Gleich am ersten Tag haben wir eine Wanderung unternommen auf den Berg direkt hinter der Ziegenfarm. Der Berg ist recht steil, zumindest einige Abschnitte und da kommt man ganz schön ins Schnaufen. Klar, ich habe nicht unbedingt die beste Kondition, aber stellt euch mal diese Umstände vor: 40°C, 80% Luftfeuchtigkeit, kein Schatten, steiler Berg und eine lange Hose! Ich sags euch, da würde euch JEDER von euch schnaufen und schwitzen. Die Anstrengung hat sich aber total gelohnt. Von dort oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht. Letzte Woche haben ein paar Leute dieses “Bahay Kubo” (siehe Bild) aufgestellt. Es war schön sich dort zu erholen und die Aussicht zu genießen. Wir haben unser Mittagessen mitgebracht und dann dort gemütlich ein Mittagsschläfchen gemacht, bevor es es dann am Nachmittag wieder zurück ging. Wenn ihr die Bilder anseht und denkt, dass ich in einem der schönsten Länder der Welt wohne, dann sage ich nur: RICHTIG 🙂 Bei diesem Ausblick kommt man echt ins Staunen. Auf ein paar Bildern seht ihr auch viel Wald/Bäume. Das ist Dschungel 🙂 Ein Tag bevor ich dort war, haben die Männer dort Affen gesehen. Leider habe ich keine gesehen, aber ich bin ja ein “Weilchen” hier, da werde ich in den nächsten Jahren bestimmt auch mal Affen sehen.

Right during the first day we hiked up the mountain right behind the goatfarm. The mountain is pretty steep at least parts of it and you really start breathing heavily as you hike up there. Well, sure I’m not in best form/condition but imagine these circumstances: 40°C/103°F, 80% humidity, no shadow, steep mountain and long trousers/pants. I can guarantee you and that EVERYONE of you would breath heavily and sweat when hiking up there. But the effort was total worth it. From up there you get the most beautiful view. Last week a few guys put up this “Bahay Kubo” (see picture). It was nice to relax there and to enjoy the view. We brought our lunch along and then had a nap there before we went back down in the afternoon. When you see the pictures and you’re thinking that I live in one of the most beautiful countries then I’ll just say: CORRECT. At that view I am just filled with amazement. In some pictures you see forests/trees, that is jungle 🙂 The day before the men saw there monkeys. Sadly I didn’t get to see any but since I while be here for “a while” I am sure that I will get to see monkeys sometime during the next years.

Schöne Aussicht

Heute Abend waren wir in einem Restaurant essen mit einer wunderschönen Aussicht. Sogar bei den Toiletten hat man wunderschöne und freie Sicht auf das Meer und die Berge. Einfach ein Traum. Irgendwie war es komisch wieder an dem Platz zu sein, an dem ich 2009 die Schießerei erlebt habe. Na war auf jeden Fall wunderschön, die Aussicht wunderschön und das Essen einfach lecker – wie damals in 2009. 🙂 Schade nur, dass die Sonne nicht raus kam.

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