Was nehme ich mit?

Eben hatten wir ein recht starkes Erdbeben. Normalerweise macht wir das nichts aus, man wartet eben. Aber seit einem starken Erdeben vor ein paar Monaten mit Stärke 7,2 reagiere ich viel stärker. Ich bin aufgesprungen, bereit zum Rausrennen. Mein einziger Gedanke war: was nehm ich mit? Habe schnell mein Handy geschnappt und Wasserflasche und bin rausgerannt. Das Erdbeben hat schnell abgeebbt. Es war Stärke 5,8.

Früher dachte ich, je stärker das Erdbeben desto gefährlicher, was auch stimmt. Doch auch ein Erdbeben der Stärke 5+ kann gefährlich sein. Je länger es wankt und bebt, desto mehr kommt alles aus dem Gleichgewicht und dann fangen Gebäude an einzustürzen. Gut, dass das Erdbeben heute trotz Stärke 5,8 nur kurz war.

Lage hier

Viele haben nachgefragt und sich gewundert, wie es mir geht. In den letzten Wochen hat sich sehr viel ereignet. Erst hatten wir ein Erdbeben der Stärke 7,2 und seit letzter Woche ist bei uns Martial Law (Kriegsgesetz).

Das Erdbeben haben wir sehr stark gespürt. Ich bin aufgewacht, bevor es überhaupt gerüttelt hat. Aber ein tiefes, lautes Grollen wie in Donner tief aus dem Boden hat mich aufgeweckt. Ca. 5 Sekunden später spürten wir das Erdbeben. Allerdings war es kein Beben, sondern ein regelrechtes Schütteln. Ich konnte nicht mehr aufrecht gehen und bin auf allen vieren unter einen Türstock gekrabbelt. Der Strom ist auch direkt nach einigen Sekunden ausgefallen. Nach ca. 2 Minuten hat es abgeebbt und ca. 5 Minuten lang weiter gebebt und geschwankt. Wir sind dankbar dass keine Personen zu Schaden gekommen sind, trotz Dachschäden in den Einkaufszentren.

Von dem Martial Law sind wir zwar auch betroffen, doch es ist bei uns ruhig. Außer vermehrten und starken Sicherheitskontrollen / Checkpoints, bekommt man direkt bei uns nicht viel mit.

Neues Haus

Nach fast fünf Jahren in meinem Haus, muss ich aus verschiedenen Gründen umziehen. Obwohl sich das Haus ändert, bleibt die Adresse fast die Gleiche und alle Nachbarn sind dieselben. Ich ziehe nur vier Häuser weiter. Gut, oder? An dem Haus muss noch ein bisschen was gerichtet werden, aber da sind wir gut im Zeitplan. Die Mosquito-Gitter sind bereits an allen Fenstern motiviert, die Löcher im Dach repariert und die Holzdecke (da wo kaputt ausgewechselt). Hier ein paar Bilder von WC und Küche (im Außenraum) und Blick vom Hauseingang durchs Wohnzimmer in die Küche. Ich habe nur wenige Fotos, da noch Leute in dem Haus wohnen. Da habe ich mich zurück gehalten. Am Besten ist die Küche. Freue mich riesig auf das neue (aber alte) Haus. In der Küche habe ich endlich Platz mal etwas abzustellen. Momentan in meinem Haus von fünf Jahren ist meine Küche in drei Räumen verteilt und nirgends richtig mal Abstell- oder Arbeitsfläche. Da hat man richtig Platz zum Kochen und Backen im neuen Haus. Juhuuu 🙂

Schwindelig

Heute war mir auf einmal so schwindelig. Doch dann merkte ich, dass das Gefühl auch in den Beinen ist. Da wurde mir bewusst: Erbeben. In den letzten zwei Tagen hatten wir im Land über 10 Erdeben. Zwei habe ich innerhalb 30 Minuten verspürt. Passiert ist bei uns nichts.

Der Sommer kommt..

Es ist zum Umfallen heiß… 35°C, lange Hose, langärmelig, keine Wolke am Himmel und es ist erst Januar… das kann nur eines bedeuten: Der Sommer kommt. Im März und April kommt es dann so richtig…. uiuiui. Momentan bin ich noch in der Verleugnung und hoffe, dass es nicht wirklich so ist. Tja, das wird wohl nichts nützen…… Verleugnung hilft wohl nichts, denn der Sommer, die 40°C plus, Stromausfälle und Wasserausfälle kommen ja trotzdem. Also besser noch genießen, wenn es “nur 35°C” hat.

5 Jahre

Heute sind es genau fünf Jahre seit ich auf den Philippinen gelandet bin. Unglaublich wie schnell die fünf Jahre vergangen sind. Es gab viele Höhen und Tiefen doch in all dem konnte ich Gottes Treue und Fürsorge sehen. Ich bin Gott von Herzen dankbar für diese fünf Jahre, für alles was ich gelernt habe. Ich freue mich, dass ich die Philippinen mein Zuhause nennen darf.