Alltag / everyday life

Wie sieht denn eigentlich mein Alltag so aus? Das haben sich vielleicht einige schon gefragt. So will ich ein bisschen aus meinem Alltag berichten. So besondere Erlebnisse, die f├╝r mich neu sind, doch hier “Alltag”, habe ich euch ja meist geschrieben. Hier nun aber so das “ganz normale”. ­čÖé

Generell kann ich sagen, dass es meist anders kommt, als ich es plane. So muss ich eben flexibel sein und mehr Zeit einplanen. Im ersten Jahr ist meine Hauptaufgabe “einfach nur” das Sprachstudium, das alles andere als einfach ist. Ab und zu bin ich zwar schon auch mal bei Projekten dabei, so wie zB einen Besuch auf der Ziegenfarm mit spontaner Ziegenoperation, oder n├Ąchsten Monat auf einem medizinischen Einsatz in den D├Ârfern. Solche Sachen sind momentan aber eher die Ausnahme. Ich treffe mich mit verschiedenen Sprachhelfern. In den letzten Wochen waren das f├╝nf verschiedene Frauen. Morgens bereite ich die Unterrichts-Stunden vor und dann anschlie├čend treffen wir uns f├╝r den Unterricht. Am Nachmittag hei├čt es dann wiederholen und ├╝ben. Ich versuche viel raus zu gehen und zu ├╝ben. Praktisch hei├čt das, einfach auf den Markt gehen, zur Post, die Nachbarstra├čen ablaufen und sich mit Nachbarn unterhalten. Einfach viele Leute treffen und reden, reden. ┬áIm Unterricht mache ich auch digitale Aufnahmen von den neuen Worten, die ich dann zu Hause abh├Âre und wiederhole. Eigentlich klingt das so ganz einfach, doch mit der Umsetzung sieht es anders aus. Es f├Ąllt mir schwer raus zu gehen und zu ├╝ben. Ich bin zwar gern mit den Leuten zusammen und rede gerne, aber es ist sehr herausfordernd und kostet ├ťberwindung, denn ich will Tagalog lernen, doch jedes Mal wenn ich rausgehe, h├Âre ich alle m├Âglichen anderen Sprachen.

Oft habe ich auch ein Buch dabei um Wartezeiten zu ├╝berbr├╝cken. Ich merke doch, wie immer wieder die deutsche Zeit in mir tickt. Wir machen zB 09:00 Uhr aus, doch meine Sprachhelferin taucht erst eine Stunde sp├Ąter auf. Letztens kam sie zwei Stunden sp├Ąter und meinte dann “ich habe fast vergessen, dass wir uns treffen.” Das fand ich irgendwie lustig, denn in Deutschland ist das bereits vergessen und zu sp├Ąt, nicht hier. Wenn man das wei├č ist das nicht weiter schlimm, denn dann stellt man sich drauf ein und kommt selber auch einfach sp├Ąter. Das Problem ist, das nicht jeder so ist. Die eine kommt einfach ne Stunde sp├Ąter, die andere taucht immer auf die Minute p├╝nktlich auf. Ja und dann gibt es noch den Fall, dass die Sprachhelferin einfach gar nicht mehr auftaucht. Ich habe keine Ahnung warum, aber sie kommt einfach nicht mehr, auch keine Antwort auf meine SMS (hier textet man, Anrufe sind eher selten). Tja und so mache ich mich auch wieder einmal auf die Suche nach neuen Sprachhelfern.

Das sind nicht alle Stationen in meinem Alltag, aber wenigstens meine Hauptaufgabe/Arbeit hier, womit ich mich die Woche ├╝ber so besch├Ąftige. Naja, ├╝ber “Sprachstudium-Arbeit” gibt es nicht so viel zu berichten, w├Ąhrend man sonst so im Alltag in einer neuen Kultur viel erlebt und die Dinge, lassen sich gut in einem Blog schreiben. Obwohl wir sehr nahe am Meer wohnen, sind wir doch eher selten am Strand. In den letzten f├╝nf Monaten war ich vier Mal am Strand. Jedes Mal bin ich neu ├╝berw├Ąltigt von der sch├Ânen Landschaft und Natur hier. Da entstehen dann solche Bilder.

What does my daily routine look like? Some of you might be asking. So I want to share I little about that. Special experiences here that are so new to me but part of daily life here, that’s the things I posted here anyway. But now a little about my very normal “working day”.

In general I have to say things happen differently than what I planned or expected. I have to be flexible and plan in more time. My main focus during the first year is “just” language study which isn’t easy at all. Sometimes I’m involved in some projects like visting the goat-farm and suddenly ending up in a goat-surgery or like a medical we will have next month. But that’s more an exception. I meet with various language-helpers. In the past few weeks I had five different girls who helped me. In the morning I prepare the lessons and aftewards we meet for the lessons. In the afternoons I try to go out a lot and practice. That means just going out, walking around in the neighborhood talking to neighbors, going to the market, the postoffice, etc. I need to talk, talk. That doesn’t sound to difficult but I feel like it really is. Often I’m struggling just to do so because I am supposed to practice Tagalog but when I go out I hear all kinds of different languages but Tagalog. I enjoy being with Filipinos though, spending time together, getting to know each other. I just wish it would be more Tagalog in our conversations.

Often I have a book with me for the waiting times. I can see how the german timing is still somewhat within me. If we want to meet at 9am I’ll be there but my language helper shows up an hour later. The other week she came two hours later and said “Oh I almost forgot that we are meeting today”. Well in Germany that would be already “forgotten” and to late. Not here and that’s not a problem if I know that then I just come later too. The problem is that someone just comes later and the other shows up on the dot. And then there is also the case of a helper not showing up at all without any notice or response to my text (people are texting here, only few calls). So I am looking for new language helpers again.

That’s not a 100% my whole day but at least my language-study-day or “work”, what I do throughout the week. There is not so much to write about the language study itself compared to all the new things I experience in this new culture which I post anyway. Although we live very close to the sea I don’t get to go there very often. I think in the last five months I’ve been a the beach four times. Everytime I am amazed again about the beautiful landscape and nature here. That’s were I took the picture.