Happy New Year

Ja, es ist der 01.01.2013 und gerade erst mal kurz nach sieben Uhr und ich schreibe schon einen Eintrag. Silvester hier war ein Erlebnis. “Geböllert” wird ja überall, das ist hier auch das Gleiche, aber ich habe noch nie so viel selbst gebasteltes Zeugs gesehen. Kein Wunder, dass in den Krankenhäusern so viele Verletzte sind. Abgesehen vom Feuerwerk, fielen mir die vielen fröhlichen Menschen auf. Es war echt schön und lustig. Groß und Klein war auf den Straßen. Junge Leute fuhren mit ihren Motorrädern die Straße auf und ab, Tricycle hatten leere Kochtöpfe angebunden und sind so die Straßen langgefahren, es wurde gehupt ohne Ende und was man sich sonst so vorstellen kann. Einige Nachbarsfrauen standen da einfach mit zwei Kochtopf-Deckeln in der Hand und haben die zusammen geklopft. Es war einfach ein riesen Spaß. Überall lief laute Musik. Ja, so ging das dann auch die ganze Nacht. Wirklich Schlaf hatte ich letzte Nacht nicht. Die Nachbarn hatten eine Karaoke die ganze Nacht. Gesungen ohne Ende. So war ich schon um 5 Uhr morgens hell wach und mit Schlaf war nichts, so bin ich aufgestanden und habe mit meinen Eltern geskypet. So nun gehts auf ins Neue Jahr. Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr.

English version is to follow… 😉 I’m tired now. Too early for January 1st.

It’s more fun in the Philippines! I

Diesen Satz sieht man echt überall auf Werbeplakaten und oft muss ich schmunzeln und einfach zustimmen. Immer wieder sehe ich Sachen, die mich echt zum Lachen bringen und muss mich zusammen reißen, nicht laut loszulachen. Dummerweise habe ich in so lustigen Situationen meine Kamera nicht in der Hand, aber ich will die Situation trotzdem schildern.

1. Im Einkaufzentrum ist im Mittelgang ein kleiner Stand mit einer guten Auswahl an Parfüm. Davor sah ich letzte Woche 5 Polizisten, die sich da ordentlich mit den “Tester”-Fläschchen eingesprüht haben. Das sah echt zum Schießen aus. Ich schätze mal, diese 5 Männer waren in der Stadt an dem Tag die “bestduftenden Polizisten”.

2. Ein Auto fuhr an mir vorbei mit bzw. ohne Nummertafel. Anstelle war eine Nummernschild mit dem Text “Numberplate not available” (Nummerntafel nicht verfügbar).

 

You can see this Phrase everywhere you go and often I just need to smile and agree. Repeatedly I see things that just make me laugh and I really have to fight an outburst of laughter. To bad that in many situations I don’t have the camera right out in my hand but still I’ll share two situations.

1. In the mall in the middle there is this little stand that sells perfume. Last week I saw 5 policemen standing in front of it and spraying themselves well with the “tester”-bottles. That just looked so hilarious. I guess on that day those 5 guys where the bestsmelling policemen in town.

2. Recently a car passed me with or ehm… without numberplate. Instead there was some kind of a number plate saying “Numberplate not available”.

Gastfamilie / Hostfamily

Diese Woche durfte ich bei einer lieben Familie wohnen, die mich nicht nur in ihrem Zuhause willkommen hieß, sondern in ihrer Familie. Der Vater nannte mich ihre “älteste Tochter”. Die Familie war echt total nett und sie haben mich auch mit einigen philippinischen Köstlichkeiten bekannt gemacht. Einiges davon kannte ich schon und manches war neu. Am ersten Abend dachte der Vater er kann mich schocken mit Balut (befruchtetes und gebrütetes Entenei), aber ich habe das schon davor gegessen. Es ganz gut, wie gekochtes Ei mit Hühnchen. An einem Abend hat mich die Familie mit ins Zentrum der Stadt genommen und wir sahen die Weihnachtsbeleuchtung und haben Bibingka gegessen. So eine Art Kuchen/Gebäck, dass zwischen zwei Schichten Holzkohlen gebacken wird. Sehr lecker. Am letzten Abend gab es “ginataang suso” – Schnecken in Kokosmilch gekocht. Das war auf jeden Fall ein erstes Mal, aber ich war neugierig und so habe ich es versucht, habe die Schnecke aus der Schale rausgesogen. Ich war überrascht, dass es wirklich gut geschmeckt hat, vor allem in Kokosmilch gekocht. Mein Teller ist wohl Beweis, dass es wirklich lecker war.

This week I was able to stay with a lovely family and the didn’t just welcome me in their home but also in their family. They referred to me as

their “eldest daughter”. They were really sweet and also introduced me to a lot of filipino dishes. Some I already knew and some were really new but I have to say it was all really tasty (which was surprising with some food… 🙂 ) The dad thought he can shock me with Balut right the first night (fertilized duck egg). But I ate before and it’s actually good. Tastes just like boiled egg with chicken. One night the took me out to the city proper and we saw all the Christmaslights and ate Bibingka. Some kind of dough mixture cooked between two layers of charcoals. The last night we had “ginataang suso”. Snails in coconutmail. That surely was a first for me but I was curious to try. So there I went, sucking the inside out. I was very surprised that it actually tasted really good especially cooked in coconutmilk. Well, I guess if you have a look at my plate you have the proof that I really liked it.

Tagalog-Unterricht / Tagalog-Lessons

Für eine Woche war ich im Norden für ein intensives Sprachtraining. Zwei ehemalige Sprachlehrerinnen haben sich die Woche Zeit genommen um mit mir intensiv zu lernen und die Grammatik zu erklären. Die Woche war sehr gut und eine enorme Hilfe. Auch wenn natürlich noch nicht fließend sprechen kann, verstehe ich doch einiges viel besser und weiß jetzt immerhin wie man die Verben bildet. Die Woche war eine Ermutigung und ich konnte auch sehen, dass ich schon recht einiges kann in Tagalog. Aber die Grammatik hat meinen Kopf diese Woche doch zum Schwirren gebracht, vor allem die Verben. aaaaalso: jedes Verb gibt es in knapp 60 verschiedenen Formen….. ja, da stand mir der Mund auch erstmal offen. Man beginnt mit dem “rootword” und macht entweder mit einem “um” oder einem “mag” eine Grundform draus plus drei Zeiten (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft). Das Verb verändert sich aber, je nach dem was der Fokus im Satz ist. Ist es der Sprecher (actor), das Objekt, der Ort oder Richtung, das Instrument, oder die Person die davon profitiert mal vier (Grundform und die drei Zeiten) macht 20 Formen. Nun gibt es diese Verben in den jeweiligen Zeiten aber noch in zwei anderen Situationen. Die erste, normale Situation ist die, in der die Person das absichtlich, bewusst macht. Die zweite Situation ist unbeabsichtigt, Ergebnis unvorhersehbar. Die dritte Situation ist, wenn man das Verhalten (action) von einer anderen Person erwartet. Beide Situationen mal 4 Formen, mal 5 verschiedene Fokuse plus die 20 in der ersten Situation macht: 60! Schwirrt euch der Kopf von meiner Erklärung? Mir auch… 🙂 aber ich komme voran.

For one week I was here up north for an intensive language training. Two former language teachers took the time to help me with the Tagalog and explaining the grammar. The week was such a big help and really good. Sure I’m not fluent yet but I understand things a lot better now and I know how to build verbs. The week was an encouragement and I was also able to see that I’m able to speak Tagalog already quite a bit. But the grammar made my head spinning. weeeeeell: each verb exist in 60 different forms… yes, my mouth dropped open too. You start with the root word and add an “um” or “mag”. You have the commandform plus three tenses (past, present, future). The verb changes according to the focus of the sentence. There are 5 different ones: actor, object, location/direction, instrument and the beneficary. Each one times 4 makes already 20 different forms. So these verbs and forms appear in three different settings/situations: 1. action is on purpose, intentional 2. accidental, not intentional 3. using the verb but expecting someone else to do the action. so each one in commandform + 3 tenses, plus 5 different focuses plus 3 situations, makes: 60! Is your head spinning? Mine is… 🙂 but I’m making progress.

Flug nach Manila / Flight to Manila

Der Flug nach Manila war regelrecht atemberaubend. Immer wieder denke ich, wie schön doch die Landschaft hier ist und danke Gott für die wunderbare Schöpfung und Kreativität. Ehrlich gesagt denke ich das sehr oft, wenn ich die Straße runter fahre, die Bucht sehe, das blaue Meer und dahinter wunderschöne Berge. Auf dem Weg nach Manila sind wir über viele Inseln geflogen, Große und Kleine und dann kam der Schock – Manila: braunes Wasser, Wolkenkratzer (hier ist das höchste Haus wahrscheinlich nicht mal 8 Stockwerke hoch), aber seht selbst.

The flight going to Manila was simply breathtaking. Many times I think how beautiful the landscape is around here and I thank God for this beautiful creation and his creativity. Actually I think that very often when I ride down the road, overlooking the bay, the blue sea and behind beautiful mountains. On the way to Manila we flew over many islands, big and small and then shock – Manila: brown water and skyscrapers (here our highest building is probably less than 8 stores) but see for yourself.

Update on fishermen / Fischer

Eben habe ich die Nachricht erhalten, dass die Gruppe vermisster Fischer gefunden wurde. 2/3 wurden lebend gefunden, doch 1/3 der Gruppe ertrank leider im Meer während dem heftigen Sturm. Wir sind Gott dankbar, dass unsere Freunde und Nachbarn in dem einen Dorf unversehrt sind, doch für die vielen anderen Familien, die Angehörige verloren haben, ist es natürlich schwer und die brauchen echt Gebet.

 

I just received a message that the missing group of fishermen was found. 2/3 of the group survived but 1/3 was found dead as they drowned in the sea during that terrible storm. We thank God that our friends and neighbors in that community survived but for all the other families who lost loved ones it’s hard of course. They really need prayer.

I’m OK

Hallo ihr Lieben,

in den Nachrichten habt ihr von den schlimmen Unwettern, dem Taifun gelesen. Nun wollte ich euch beruhigen, dass es mir gut geht und wir hier in der Gegend nicht direkt betroffen sind. Hier haben wir nur heftige Regenfälle mitbekommen. In einem unserer Dörfer fehlen aber leider viele Fischer, die in einer anderen Gegend fischen waren und dort in den Sturm gekommen sind.

 

Dear friends,

in the news you heard about the typhoon. I just wanted to let you know that I am ok and that we are not directly under the impact from the storm. We just had heavy rainfalls here. In one of our communities we are missing a lot of fishermen who went fishing in a different area and got caught in the storm.

Untermieter / Boarder

Aus meinem Augenwinkel sah ich etwas um die Ecke flitzen. Eigentlich nicht bemerkenswert mit den vielen kleinen Eidechsen und Kakerlaken (denen ich normalerweise mit einem Insektenspray und Besen nachjage). Doch das war viel größer als die eben genannten Tiere… Hm… Am nächsten Tag wieder. Diesmal konnte ich sehen, dass es entweder eine sehr große Maus war, oder eine Ratte. Nun, da ich wusste, aus welcher Richtung das Vieh kam und wo es hinwollte, habe ich mich am Abend auf die Lauer gelegt. Bewaffnet mit Besen und Kakerlakenspray (ja, ich weiß das bringt die nicht um, aber irritieren oder so wird bestimmt auch schon mal helfen), habe ich mich auf einen Stuhl nahe an die Tür gesetzt. Nach 15 Minuten warten kam dann auch eine dunkelgraue Ratte unter der Türe durch. Wie erwartet rannte sie auf die Küchentür zu und versuchte dort durch ein Loch zu entwischen. Ich konnte mit dem Spray die Ratte etwas erwischen, sie kam ins Schleudern auf den Fließen, machte einen Überschlag und war trotzdem schneller als ich mit dem Besen. Tja so ist sie wieder entwischt. Auf Rat einer Freundin habe ich Fliegen-Klebepapier gekauft. Etwas pessimistisch habe ich die Dinger trotzdem auf den Boden geklebt an den entsprechenden Türen. Die Dinger kleben echt gut. Den ersten Tag haben wir leider nichts gefangen außer Ate Tata, meine Freundin J die ich dann aus dem Klebezeug befreit habe. J Am zweiten Tag, immernoch keine Ratte, aber ein Maus, von der ich nicht wusste, dass wir die auch haben. Achja…. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht. Die Ratte haben wir zwar immernoch nicht, aber ich habe sie auch nicht mehr gesehen. Muss mir demnächst noch ein paar andere Sachen zulegen. So einfache „Klapp-Fallen“ und natürlich Gift.

 

From the corner of my eye I could see something running around the corner. Not really worth mentioning with all the lizzards and cockroaches around here (which I don’t like and usually chase to kill with my broom and insectspray). But this was way bigger than just one of the aboved mentioned… hm… So the next day I saw it again and I knew it’s either a big mouse or a rat. Since I knew now where it comes from and where it aimes to go I sat down in the evening and equipped with my broom and insectspray (I know that won’t kill it but I thought it might help to confuse it) and waited patiently. After 15 minutes the rat came out and run towards the kitchen as expected and tried to escape through a gap there. I got the rat with the spray a little, it slid on the tiles and made a loop and still it was faster than me with the broom and it managed to escape. Following the advice of my friend I bought sticky flypaper that’s supposed to catch mice and rats as well. I put it down on the ground in all the spots. The first day I didn’t catch anything besides Ate Tata my friend and I freed her of that extremely sticky stuff. J On the second day still no rat but a little mouse instead of which I didn’t know that we have that too. Oh well… it’s not getting boring here. I still don’t have that rat but I also haven’t seen it lately. I need to buy some more traps and also some poison.

Im Dunkeln / In the Dark

Es ist 18 Uhr und wieder einmal sitze ich im stockdunkeln. Da es hier schon früh und schnell dunkel wird, merkt man diese Stromausfälle noch viel stärker, als nur kein Ventilator usw. Obwohl ich nur am Tisch sitze, mich nicht bewege, schwitzt man wie verrückt. Mein Computerakku ist geladen, so kann ich wenigstens ein paar Texte schreiben, aber dann ist auch Schluss. 3 Stunden lang… Jeden Tag… Eigentlich ist es nicht lustig, aber ich muss doch immer wieder lachen. Wenn der Strom ausgeht, hört man die überall die Nachbarn „oh nein…“ und wenn der Strom wieder da ist, hört man Jubelgeschrei und die Leute klatschen. Bei mir hört man auch ein „yeah“. Wenn ihr Ideen habt was man drei Stunden lang im Dunkeln machen kann, dann lasst es mich wissen. Singen, beten, schlafen funktionieren sehr gut im Dunkeln, aber ich freue mich über weitere Vorschläge. J

It’s 6pm and again I sit in the pitch dark. Since it gets dark very early and fast you notice the brownouts (powerlosses) way more than just simply not having a fan blowing on you. Altough I only sit at the table, not moving I sweat so much. My computer is charged and so I’m able at least to write a little but that’s it then too. 3 hours long… every day… Actually it’s not funny but still I need to laugh. Everytime the lights go out you can hear people sigh „oh no…“ but once the power comes back on you hear cheering everywhere and people applaude. Well, in my home you can hear a „yeah“ as well. If you have ideas what to do three hours in the dark, please let me know. Praying, singing and sleeping works pretty well in the dark but still I’d like to have more ideas. J

Funtimes

I had a few girls over at my house for a surprise birthday party. We did a foot-spa, played games and watched a movie. The first picture was Thanksgiving and we played some more fun games.

Einige Mädchen war bei mir zu Besuch für eine Überraschungs-Geburtstagsparty. Wir haben ein Fußbad gemacht, Spiele und einen Film angesehen. Das erste Bild war Erntedankfest und da gabs natürlich auch einige Spiele.