Ein schönes Bächlein

Letzte Woche war ich mit meine Familie in den Bergen auf ihrer Farm. Dort pflanzen sie Reis und Mais an. Die Farm ist sehr abgelegen, da kommt auch ein Motorrad mehr hin. Erst muss man durch einen Fluss laufen, dann den Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter und dann am nächsten Berg hoch, dort an den Hängen liegt das Grundstück, das meine Familie bewirtschaftet. Der Hang ist sehr steil und man rutscht leicht ab. Im ca. 7 Meter breiten Tal fließt ein kleines Bächlein.

Das Bächlein sieht echt erfrischend aus, wie es da über die Steine, zwischen den Büschen dahinplätschert. So ein Bächlein ist “mulit-funktionell”. Meine Geschwister haben bachaufwärts geduscht, mit dem frischen Wasser aus dem Bach. An unserer Lagerstelle hat die Familie das Trinkwasser geschöpft und im Bachwasser wurde auch das Geschirr gewaschen. Irgendwann kam der Ruf der Natur und ich musste mal (Etwas ungewohntes Thema, aber das Leben live hier, da will ich euch doch ein bisschen mit hinein-nehmen).  In den Bergen gibt es sicherlich keine Toilette und auch Bäume helfen nicht viel, da an allen umliegenden Hängen Leute am Pflanzen sind. Was tun? Man steigt durch die Büsche in den Bach runter und sucht sich einen guten Stein, auf dem man stehen kann. Bei Nummer 2 dauerts ja ein bisschen. Praktisch ist es schon mit dem Bächlein, man hat gleich Wasser zum sich Waschen, Blätter gibt es auch genügend an der Böschung und wenn man fertig ist und umdreht, ist schon alles weg (hat der Bach runtergespült).

Natur pur – hygienisch?? Vermutlich nicht. Wir haben zwar die richtige Reihenfolge beachtet, denn die “Toilette” war die letzte Station flußabwärts, doch wenn meine Familie das so ganz normal macht, dann machen das bestimmt andere Leute weiter flußaufwärts auch. Weiter oben, bevor das Bächlein bei uns vorbei kommt, an der Stelle wo wir Geschirr waschen usw….. Nicht nachdenken heißt es da und beten, dass Gott einen vor Krankheiten bewahrt.

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