Jingle Bells, Jingle Bells

Es ist Mitte Juli, es ist heiß, es dauert noch eine Weile bis Weihnachten. Und doch – heut morgen bin ich durch die Musik meiner Nachbarn aufgewacht. Laut dröhnte es aus den Lautsprecher “Jingle Bells, Jingle Bells…” Unglaublich, vor allem wenn man bedenkt, dass keiner meiner Nachbarn Weihnachten feiert und Winter und Schnee gibt es hier so wieso nicht.

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Falsche Erwartungen

Heute habe ich beim Einkaufen festgestellt, dass ich bzgl. Zahlungsmethoden falsche Erwartungen hatte. Noch diesen Monat steht mein Umzug in ein anderes Haus an und es gibt noch einiges zu richten. So musste ich einige Dinge besorgen. Fließen, WC-Schüssel, Zement, Wasserfilter, usw. …. und Batterien. Es wurde mir bestätigt, dass ich mit Kreditkarte zahlen kann. Nur beim Zahlen ging das nicht ganz so einfach. Ich konnte nicht alle Dinge auf der Rechnung mit Kreditkarte bezahlen. Die Verkäuferin hat mir dann erklärt, dass ich nur bestimmte Produkte mit der Kreditkarte zahlen kann, die anderen Dinge muss ich mit Bargeld bezahlen. So hatte ich dann zwei Rechnungen: eine schön ausgedruckte, mit Kreditkarte beglichene Rechnung und eine von hand geschriebene Rechnung, die ich bar bezahlt habe.

Also wenn ihr das nächste mal im Baumarkt seid, versichert euch lieber, ob die Batterien wirklich mit auf die gleiche Rechnung können wir eure Baumaterialien, oder ob die Batterien bar bezahlt werden müssen!

Milo Run

Einmal im Jahr gibt es von Milo (Marke für Kakao) einen landesweiten Marathon. 3km, 5km, 10km, 21k oder 40km. Einige von uns haben daran teilgenommen. Um 3 Uhr aufstehen, 4 Uhr in die Stadt fahren und um 5 Uhr ging es los. Ich hatte mich für den 5k Lauf angemeldet. Mit Tausenden anderen Läufern ging es einmal quer durch die Stadt. Mit Tausenden Leuten übertreibe ich nicht. Es waren ca. 10.000 Läufer. Da liefen wörtliche tausende Leute vor mir, aber auch nochmal mehrere Tausende hinter mir 🙂 Anschließend ging es dann gemeinsam frühstücken 🙂

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Ein schönes Bächlein

Letzte Woche war ich mit meine Familie in den Bergen auf ihrer Farm. Dort pflanzen sie Reis und Mais an. Die Farm ist sehr abgelegen, da kommt auch ein Motorrad mehr hin. Erst muss man durch einen Fluss laufen, dann den Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter und dann am nächsten Berg hoch, dort an den Hängen liegt das Grundstück, das meine Familie bewirtschaftet. Der Hang ist sehr steil und man rutscht leicht ab. Im ca. 7 Meter breiten Tal fließt ein kleines Bächlein.

Das Bächlein sieht echt erfrischend aus, wie es da über die Steine, zwischen den Büschen dahinplätschert. So ein Bächlein ist “mulit-funktionell”. Meine Geschwister haben bachaufwärts geduscht, mit dem frischen Wasser aus dem Bach. An unserer Lagerstelle hat die Familie das Trinkwasser geschöpft und im Bachwasser wurde auch das Geschirr gewaschen. Irgendwann kam der Ruf der Natur und ich musste mal (Etwas ungewohntes Thema, aber das Leben live hier, da will ich euch doch ein bisschen mit hinein-nehmen).  In den Bergen gibt es sicherlich keine Toilette und auch Bäume helfen nicht viel, da an allen umliegenden Hängen Leute am Pflanzen sind. Was tun? Man steigt durch die Büsche in den Bach runter und sucht sich einen guten Stein, auf dem man stehen kann. Bei Nummer 2 dauerts ja ein bisschen. Praktisch ist es schon mit dem Bächlein, man hat gleich Wasser zum sich Waschen, Blätter gibt es auch genügend an der Böschung und wenn man fertig ist und umdreht, ist schon alles weg (hat der Bach runtergespült).

Natur pur – hygienisch?? Vermutlich nicht. Wir haben zwar die richtige Reihenfolge beachtet, denn die “Toilette” war die letzte Station flußabwärts, doch wenn meine Familie das so ganz normal macht, dann machen das bestimmt andere Leute weiter flußaufwärts auch. Weiter oben, bevor das Bächlein bei uns vorbei kommt, an der Stelle wo wir Geschirr waschen usw….. Nicht nachdenken heißt es da und beten, dass Gott einen vor Krankheiten bewahrt.