Sprache

In deutscher Sprache werden bestimmte Buchstaben entweder, oder verwendet. ZB

b oder p

g oder k

d oder t

Beide Buchstaben klingen recht ähnlich, aber nur einer der beiden ist richtig.

In Tagalog und auch in der Stammes-Sprache werden allerdings oft beide verwendet und zwar direkt hintereinander.

pagkain

pedtalu

ebpun

 

Während in deutscher Sprache “ng” bekannt ist zB am Ende des Wortes, oder in der Mitte (Ring, Finger, singen, Ding, Klang), fangen in Tagalog viele Wörter mit “ng” an.

ngayon

nga

ng

ngalan

 

Im ersten Jahr haben mich bestimmte Wörter so durcheinander gebracht, weil sie so ähnlich klangen, aber unterschiedliche Bedeutung haben.

kain, kanin, kanina, kainan

(essen, Reis, vorher, Imbiss-Bude)

kailan, kailangan, kalilangan

(wann, brauchen, Fest)

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Luxus

Als ich Ende September zurück in mein Haus kam, sah ich all die Löcher, Probleme und was alles repariert werden muss. In den ersten drei Wochen wollte ich einfach nur ausziehen. Von all den Dingen, haben wir nur EINE Sache repariert. Inzwischen habe ich mich wieder gut an das Leben hier gewohnt und bin ganz Filipina. Wenn es regnet und durch all die Löcher im Dach tropft, dann stellt man halt einfach einen Eimer drunter und ist dankbar, dass es nur im Bad, Küche und Wohnzimmer tropft und nicht da wo mein Bett steht 🙂

Der Titel für diesen Eintrag ist “Luxus”. Denn wenn ihr denkt “oh weh… wie wohnt die denn da”. Dann seht euch mal diese Bilder an.

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Neue Sprache

Seit Ende November stecke ich im Sprachstudium eines lokalen Dialekts. Warum? Da ein Großteil unserer Studenten diese Sprache spricht, macht es Sinn diese Sprache auch zu sprechen. Wir merken enorm, wie schnell die Beziehungen tiefer gehen und die Gespräche wenn man die Sprache der Leute spricht (nicht nur erlernte Sprache, sondern die Sprache in der sie aufgewachsen sind). Das habe ich bereits mit Tagalog gemerkt. Auch wenn das Lernen immer weiter geht, kann ich mich doch fließend unterhalten. Man versteht die Witze, verknüpft mit den Leuten schneller. Doch wie lernt man eine Sprache, wie den lokalen Dialekt, wenn es keine Bücher in der Sprache gibt, kein Fernsehen, oder Material in der Sprache? Ich lerne viel mit Bildern, Bewegungen und alles was man anfassen kann, oder vorzeigen. Das sieht manchmal lustig aus und ist fast wie Pantomime-spielen. Die Kinder haben Spaß mir Wörter zu sagen und ich muss es ausführen.

Wie bei jedem, der eine neue Sprache lernt, gibt es unzählige Versprecher, die oft zum Schmunzlen sind. So habe ich schon mal gefragt ob es viele Zähne auf der Farm gibt (Schlangen), oder mich gewundert, ob noch Essen im Pferd (Topf) ist und in einem meiner Lieblingsrezepten ist meine geheime Zutat Fliegen (Essig). Manche Wörter klingen ähnlich, oder nur ein anderer Buchstabe und man verwechselt die Wörter. (in Klammer das richtige Wort). Ja, so hat die Familie mit mir immer wieder zu lachen und ich lache gerne mit.

2 Jahre / 2 years

Es ist kaum zu glauben, aber heute sind es auf den Tag genau zwei Jahre seit ich schon auf den Philippinen bin. Die Zeit ist irgendwie echt schnell vergangen. Ich sehe auf die zwei Jahre zurück und muss sagen, dass ich mich hier richtig gut eingelebt habe und mich hier sehr wohl fühle. Ich habe die Leute und Kultur hier schätzen und lieben gelernt. Ich bin zu Hause hier. Ich bin Gott so dankbar für alles was ich bereits erleben durfte und dass er mich durch die Höhen und Tiefen durch getragen hat. Ich freue mich auch, dass mein Vollzeit-Sprachstudium in Tagalog nun abgeschlossen ist.

It’s unbelievable but today it’s exactly two years since I live in the Philippines. Somehow the time went by really quickly. I look back on these two years and see how much I adjusted here and really enjoy being here. I learned to appreciate and love the culture and people here. I am home here. I’m so thankful to God for all that I have experienced here and that he carried me through all the up and downs. I’m also happy that my full-time language study in Tagalog has come to an end.

Tagalog

In meinem Tagalog-Sprachstudium habe ich in den letzten Wochen ein großes Erfolgserlebnis: ich träume in Tagalog! Zwar nicht immer, aber immer öfter. Lustig ist, dass ich im Traum sogar die Grammatik-Formen benutze, die mir am Tag schwer fallen und ich mich echt konzentrieren muss. Letzte Nacht war ich im Traum frustriert, weil ich zwar in Tagalog geträumt habe, aber ich habe im Traum die Verben konjugiert, doch viel mir eine Form nicht mehr ein… na das sind doch mal “schöne Probleme”. 🙂

In my Tagalog-language study I have in the last few weeks some experience of achievement: I’m dreaming in Tagalog! Not always but more and more often. The funny part is that I even use the more difficult parts of grammar which I’m struggling with during the day and really have to concentrate at. Last night I got really frustrated in my dream. I dreamed in Tagalog, conjugating verbs but I couldn’t remember this one form… oh well this are “nice problems”. 🙂

Tagalog-Unterricht / Tagalog-Lessons

Für eine Woche war ich im Norden für ein intensives Sprachtraining. Zwei ehemalige Sprachlehrerinnen haben sich die Woche Zeit genommen um mit mir intensiv zu lernen und die Grammatik zu erklären. Die Woche war sehr gut und eine enorme Hilfe. Auch wenn natürlich noch nicht fließend sprechen kann, verstehe ich doch einiges viel besser und weiß jetzt immerhin wie man die Verben bildet. Die Woche war eine Ermutigung und ich konnte auch sehen, dass ich schon recht einiges kann in Tagalog. Aber die Grammatik hat meinen Kopf diese Woche doch zum Schwirren gebracht, vor allem die Verben. aaaaalso: jedes Verb gibt es in knapp 60 verschiedenen Formen….. ja, da stand mir der Mund auch erstmal offen. Man beginnt mit dem “rootword” und macht entweder mit einem “um” oder einem “mag” eine Grundform draus plus drei Zeiten (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft). Das Verb verändert sich aber, je nach dem was der Fokus im Satz ist. Ist es der Sprecher (actor), das Objekt, der Ort oder Richtung, das Instrument, oder die Person die davon profitiert mal vier (Grundform und die drei Zeiten) macht 20 Formen. Nun gibt es diese Verben in den jeweiligen Zeiten aber noch in zwei anderen Situationen. Die erste, normale Situation ist die, in der die Person das absichtlich, bewusst macht. Die zweite Situation ist unbeabsichtigt, Ergebnis unvorhersehbar. Die dritte Situation ist, wenn man das Verhalten (action) von einer anderen Person erwartet. Beide Situationen mal 4 Formen, mal 5 verschiedene Fokuse plus die 20 in der ersten Situation macht: 60! Schwirrt euch der Kopf von meiner Erklärung? Mir auch… 🙂 aber ich komme voran.

For one week I was here up north for an intensive language training. Two former language teachers took the time to help me with the Tagalog and explaining the grammar. The week was such a big help and really good. Sure I’m not fluent yet but I understand things a lot better now and I know how to build verbs. The week was an encouragement and I was also able to see that I’m able to speak Tagalog already quite a bit. But the grammar made my head spinning. weeeeeell: each verb exist in 60 different forms… yes, my mouth dropped open too. You start with the root word and add an “um” or “mag”. You have the commandform plus three tenses (past, present, future). The verb changes according to the focus of the sentence. There are 5 different ones: actor, object, location/direction, instrument and the beneficary. Each one times 4 makes already 20 different forms. So these verbs and forms appear in three different settings/situations: 1. action is on purpose, intentional 2. accidental, not intentional 3. using the verb but expecting someone else to do the action. so each one in commandform + 3 tenses, plus 5 different focuses plus 3 situations, makes: 60! Is your head spinning? Mine is… 🙂 but I’m making progress.

Fernseher / TV

Wenn ich auf etwas in meinem eigenen Haushalt verzichten kann, dann ist es ein Fernseher. Schon als Kinder wurden wir zu Hause so erzogen, dass wir uns selber beschäftigen, als nur vor dem Kasten zu sitzen. Ich vermisse definitiv nichts. Naja, hier gehört das Fernsehen aber zu meinem Sprachstudium. Ich habe offiziell die Aufgabe bekommen, Sendungen auf Tagalog anzusehen. So habe ich zwei Sendungen, die ich mehr oder regelmäßig auf Tagalog ansehen. Auch die Werbungen sind auf Tagalog. Am Anfang haben sich die Werbungen sogar als sehr praktisch erwiesen, da die sich ja ständig wiederholen. So höre ich immer wieder das Gleiche und kann so mehr und mehr verstehen. Inzwischen gehen mir die Werbungen aber richtig auf den Wecker. Die eine Sendung geht 45 min. Allerdings immer nur für 3 1/2 Minuten und dann kommen 6 1/2 Minuten Werbung. Ich habe die Zeit mal gestoppt. Das ist wirklich zum Verrückt werden. Wenn es nicht fürs Sprache lernen wäre, dann kann ich wirklich gut OHNE dieses Ding auskommen. Na gut die Nachrichten sehe ich mir auch auf Tagalog an, aber selbst die werden alle 5 Minuten für Werbung unterbrochen.

 

If there is something I can give up in my own household it’s surely the TV. As children we were raised to keep ourselves busy without that “box”. I sure don’t miss a thing. Well but now watching TV is part of my language study. I officially got the task to watch some shows in Tagalog. I have two shows I watch more or less regularly. Even the advertisements are in Tagalog. In the beginning it was a huge help because the adverts are repetitive and that helped me to understand more and more. By now I can’t stand the adverts anymore. One of the shows runs for about 45 min. BUT only 3 1/2 min at a stretch and then there are 6 1/2 min of adverts. I stopped the time. It’s driving me nuts. If it wouldn’t be for the language learning I would give it up. I surely can live without that thing. Well, ok I also watch the news in Tagalog but even they get interrupted every 5 min for adverts.