Ein bisschen verrückt

Es ist Hochsommer. Die Kleidung klebt, es hat fast 40°C, 90% Luftfeuchtigkeit, Wind wärmer wie ein Haartrockner und was macht Simone? Backen. Ich habe mir wirklich nicht die Beste Zeit ausgesucht. Heiß oder nicht, mir macht es Freude Leute einzuladen und ihnen etwas Gutes zu tun. Habe kürzlich ein neues Pizza Rezept ausprobiert, mit Mamas Teig-Rezept. (Pizza sieht etwas dunkel aus durch die vielen getrockneten Kräuter). Und heute eine Art Marmorkuchen in Muffin-Form. Beides kam sehr gut an 🙂

Tödlich!?

ALLE Spinnen sind potenziell tödlich! Ihr glaubt mir nicht? Doch es ist wirklich wahr. Bei den einen stirbt man, weil sie giftig sind und ein Biss kann tödlich enden. Bei den anderen könnte man durch den hervorgerufenen Schreck an einem Herzinfarkt sterben. Wie ihr seht, sind also ALLE Spinnen äußerst gefährlich. Gestern saß dieses Exemplar auf meiner Steckdose. Das ist aber “nur ein Baby” Ausgewachsen werden die größer wie meine Hand. Kürzlich hatten wir auch eine gefangen, die doppelt so groß war, wie diese hier. Meine Mitbewohnerin meinte ganz trocken “ah nur ein Baby”…. oh Hilfe. Diese höchst gefährlichen Spinnen sind aber völlig ungiftig 🙂 Habe sie mit meinem Flip-Flop zerklopft.

Achja das Holz…. So sehen alle meine Türstöcke und Fensterrahmen aus, wegen den Termiten… 😦

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Medical

Diese Woche hatten wir einen viertägigen medizinischen Einsatz. Wir waren in vier verschiedenen Dörfern unterwegs. Teils in der Nähe vor Ort, teils weiter weg. Für einen Ort mussten wir in eine abgelegene Region fahren, durch die Reisfelder bis wir nach zwei Stunden ankamen.

In vier Tagen hatten wir einiges über 1.000 Patienten plus mind. 300 Patienten für den Zahnarzt. Ich vermute. Das ingesamt 500 Zähne gezogen wurden. Zum ersten Mal hatten wir nicht nur einen Zahnarzt, sondern mehrere. An zwei Tagen hat uns sogar der Bürgermeister den stadteigenen “Dental-Bus” (Zahnambulanz-Bus) zur Verfügung gestellt, INCL. Zahnarzt und Assistent!!!!

Der medizinische Einsatz ist von unseren Projekten der Höhepunkt des Jahres und braucht damit auch meisten Vorbereitung, Einsatz und Hilfe. Allein könnten wir das nie schaffen. Insgesamt hatten wir 4 Ärzte aus dem Ausland, 6 lokale Ärzte, zwei lokale Krankenschwestern, 15 freiwillige Helfer aus dem Ausland, 12 lokale Helfer, unser Team von 18 Leuten und dann vor Ort jeweils zahlreiche freiwillige Helfer von der Behörde und Gesundheitszentrum. Pro Tag kamen wir bestimmt insgesamt auf über 60 Leute die angepackt haben.

Viele unserer Patienten können sich keinen Doktor leisten, oder die Medizin die sie dringend brauchen können. Viele wohnen auch weit weg von medizinischer Hilfe. Solche Einsätze sind für sie oft die einzige Möglichkeit medizinische Hilfe zu bekommen. Diesen Einsatz habe ich zwei Tage in der “Apotheke” geholfen und zwei Tage direkt bei den Ärzten um zu übersetzen in Tagalog oder Stammessprache. Viele Patienten litten unter ihren Beschwerden bereits Monate, teils sogar Jahre.

Ein Baby war massiv unterernährt und hatte große Atemprobleme. Es war ein Frühchen, die Lungen unterentwickelt. Ein Monat hat die Familie im Krankenhaus verbracht und haben dann die Therapie abgebrochen, weil sie die finanziellen Mittel nicht haben. Genau an dem Tag, als sie zu uns kamen, war der Direktor von einem lokalen Krankenhaus für zwei Stunden bei uns. Er hat sich dieser Familie angenommen und sie in seinem Auto ins Krankenhaus gebracht. Das ist ein wunderschönes Beispiel für Gottes perfektes Timing und Fürsorge. Ohne ärztliche Hilfe hat das Baby max. noch 320170117_115536 Tage!

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Kleiner Schreck

Nichtsahnend lag ich im Bett, als auf einmal etwas auf meinem Kopf landet. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schnell ich aus meinem Bett springen kann, wenn Gefahr droht!!! Und die Situation war gefährlich. Nicht nur einmal suchte sich eine Kakerlake mich als Landebahn aus. EKLIG!!! Auch von Butikis (Salamander/kleine Echsen), wird man schon hin und wieder mal in der Nacht attackiert. Allerdings nicht böswillig. Meistens passiert das nur, wenn sie kämpfen oder an der Decke den Halt verlieren. Da fliegt so ein Ding schon mal runter. Also völlig harmlos, was ich von Kakerlaken nicht behaupten kann, denn die beißen! Diesmal war es aber ein seltener Gast: ein 3 cm Grashüpfer. Obwohl ich gerne Gäste habe und ein offenes Haus habe, war ich mit diesem kleinen Gast nicht zu barmherzig. Hinter meinem Bett kam ich schlecht mit meinem Flip-Flop dran, da musste mal schnell der Deo-Spray herhalten.

(Bild: Butiki)

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GIFTIG

Bei uns mangelt es nicht an exotischen Tieren. Heute will ich euch aber nur drei davon vorstellen. Drei giftige! Einmal im Jahr gehen wir mit dem Team für ein Wochenende an einen Strand. So auch diese Tage. Da kam mir der Gedanke, dass ich euch davon berichte, was man hier überall sehen kann.

Plattschwänze

Plattschwänze haben schwarz-weiße Ringe und sind sehr giftige Schlange. Ein Biss von ihnen endet tödlich. Es kann von einigen Minuten bis hin zu einigen Stunden dauern, bis die Atemwege/Lunge komplett gelähmt sind und man quasi erstickt.

Diese Schlangen kann man hier überall entdecken. Wunderschöne Tiere, aber man sollte sie nicht stören. Plattschwänze sind nicht aggressiv und beißen eigentlich nur, wenn sie sich angegriffen fühlen und sich verteidigen.

Diese Tage habe ich so eine Schlange wieder entdeckt – 1 Meter vor mir im Wasser. Langsam bin ich zurück und habe aus sicherem Abstand die Schlange bewundert.

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Rotfeuerfisch

Auch der Feuerfisch (Löwenfische) ist ein giftiger Meeresbewohner, aber sie sind nicht tödlich. Die Berührung der Stacheligen Flossen ist trotzdem sehr, sehr schmerzhaft und kann sogar bis hin zu Bewusstseinsstörungen führen. Diese Fische sind einfach beeindruckend und habe ich schon oft beobachtet – mit Sicherheitsabstand.

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Kegelschnecke

Ja, SCHNECKE! Diese sind tödlich giftig!!! Und zwar in Sekunden!!!! Ich weiß, dass wir die auch hier bei uns haben, aber gesehen habe ich noch keine…. wohl auch besser so. Darum auch kein Foto 🙂 Müsst ihr selber im Internet suchen.

 

Durian

Durian ist eine ganz besondere Frucht. Außen ist sie extrem stachelig und hart. Da kann man sich leicht die Finger blutig picksen. Innen sind die Kerne ganz cremig, so wie weiche Butter. Der Geschmack erinnert wie an Zwiebeln, aber in süß. Vielen schmeckt sie gar nicht und stinken tun sie anscheinend auch.

Inzwischen habe ich diese Frucht lieben gelernt und für mich stinkt sie nicht. Der Geruch erinnert mich an den leckeren Geschmack. 🙂 Am Besten schmeckt es am Abend mit einer kalten Coke dazu.img_3611 img_3612 img_3613 img_3616