Der Sommer kommt..

Es ist zum Umfallen heiß… 35°C, lange Hose, langärmelig, keine Wolke am Himmel und es ist erst Januar… das kann nur eines bedeuten: Der Sommer kommt. Im März und April kommt es dann so richtig…. uiuiui. Momentan bin ich noch in der Verleugnung und hoffe, dass es nicht wirklich so ist. Tja, das wird wohl nichts nützen…… Verleugnung hilft wohl nichts, denn der Sommer, die 40°C plus, Stromausfälle und Wasserausfälle kommen ja trotzdem. Also besser noch genießen, wenn es “nur 35°C” hat.

Es ist Sommer / It is summer…

Es ist Sommer, …

…wenn es sogar um Mitternacht noch 33°C in meinem Zimmer hat.

… wenn man um 05 Uhr aufwacht und es immer noch 31°C hat.

… wenn man auf dem Motorrad mitfährt und der Fahrtwind wärmer ist als die Luft aus meinem Fön/Haartrockner.

… wenn man dreimal am Tag duscht.

… wenn man duscht, sich abtrocknet und immer noch nass ist.

… wenn einfach nur sitzen und existieren anstrengend und schweißtreibend ist.

… wenn man jeden Tag Stromausfälle hat.

 

It’s summer …

… when it’s still 33°C in your room around midnight.

… when you wake up 5 am and it’s still 31°C inside.

… when you have a motor ride and the breeze is warmer then your blowdryer.

… when you shower three times a day.

… when you shower, towel dry and your still wet.

… when simple being, just sitting is to much work.

… when you have brownouts (powerlosses) every day.

 

Neuer Job / New Job

Vielleicht sollte ich mir überlegen beruflich umzusteigen und einen “Wasser-Verkauf-Laden” aufmachen (nur Scherz). Als wir mal wieder Stromausfälle hatten (8 Stunden am Tag), leideten viele meiner Nachbarn darunter, dass sie kein Wasser hatten, da die elektrische Pumpe natürlich nicht funktionierte. Der erste Stromausfall war vier Stunden und die Nachbarn haben mir erzählt, dass das Wasser oft 1-2 Stunden braucht, bis es wieder läuft. Naja nach 2 Stunden war aber schon der nächste 4 Stunden Stromausfall und dann nochmal 2 Stunden bis das Wasser wieder läuft. Also 12 Stunden ohne Wasser. Viele hatten zwar Eimer mit Wasser aufgefüllt, aber nach einem ganzen Tag war da Schluss. Ich weiß nicht warum, wie ich mein Wasser bekomme, aber es läuft auch trotz Stromausfall. So kam am Abend eine Nachbarin vorbei und fragte, ob sie Wasser von mir haben kann. Da kann man ja schlecht nein sagen. Ich dachte, na gut ist ja nur eine. So habe ich den 20 Liter Behälter aufgefüllt. Als ich rausgehen wollte und sie reinholen, standen schon die nächsten 3 Nachbarinnen an der Türe und fragten, ob sie Wasser bei mir kaufen könnten. Oh was mach ich jetzt? Mir tat die erste Frau leid und konnte nicht nein sagen, doch ich kann auch nicht zu einer Ja sagen und den anderen Nein. Und bezahlen?? Hilfe, was mache ich?? Habe dann allen gesagt, dass sie einfach geben sollen was sie denken. So habe ich sicher gestellt, dass der Preis nicht zu hoch ist, und günstiger wie bei der Wasserstationen in der Stadt, aber auch nicht gratis und ich verwende das Geld für die Wasserrechnung. Ich dachte, na eine handvoll Leute geht ja noch. An dem Abend kamen insgesamt knapp 30 Nachbarn…… Und ich nicht nur mal mit einer Wasserflasche, sondern mit 20 Liter Behältern…. Das war ein Erlebnis. Habe mich dann mit meinen Teamleiter beraten, was ich da machen kann. Wir haben beschlossen, wenn es wieder vorkommt, dann mache ich das gerne, aber es gibt “Öffnungszeiten”. 16-18 Uhr und wenns dunkel ist, dann kommt niemand mehr zu meinem Haus. Eine gute Regelung und ich um eine Erfahrung reicher. Es war ein praktischer Weg meinen Nachbarn zu zeigen, dass sie mir wichtig sind und ich mich um sie kümmere.

Maybe I should consider to change my work and open my little business (only a joke). As we had another series of 8hour powerlosses neighbours suffered from not having water as the electric pump obviously isn’t working. They told me it takes up to two hours after the powerloss till the water is running again. So after a four-hour powerloss and the two water till the water comes back the next four-hour powerloss started plus another 2 hours of waiting. Although they had some buckets filled up with water, after 12 hours without water they ran out. So one of my neighbours came to me and asked for water. I couldn’t say no. As I filled the 20 litre bucket up I looked up and saw the next three neighbours waiting outside with their buckets asking me if they can buy water from me. Oh dear. The first women I felt so sorry and couldn’t say know but I also knew I can’t say yes to one and no to the other. But paying? Help, what do I do? I figured if I tell them to give what they think I make sure it’s not to high a price, not unfair and it’s a help to them and I can use it toward paying the waterbill. I thought, well a handful of people, we’ll manage that. That night around 30 neighbours showed up at my house and I’m not talking about just a waterbottle to fill up but 20 litre buckets. That was an experience. After I got some advice from my teamleader and we decided to have “opening hours”. People can come betwenn 4-6pm and once it’s dark no more people on my ground. A good solution and I’m for one experience wiser. It was a nice practical way to show may neighbours that I care for them and they are important to me.

Stromausfälle und Rechnungen / Powerlosses and bills

Februar – Mai waren die schlimmsten Monate bzgl. Stromausfällen. Jeden Tag hatten wir 7-8 Stunden Stromausfall. Man wusste nie wann. Entweder einer am Vormittag und einer am Nachmittag, oder anstatt am Morgen am Abend. Seit Mitte Mai muss ich sagen, hatten wir den Luxus ohne einen einzigen Stromausfall. Sooooooooo schön. Seit zwei Wochen fangen die Stromausfälle wieder an, allerdings “nur” zwei Stunden im Moment.

Während all den Stromausfällen würde man ja erwarten, dass die Stromrechnung niedriger ist, aber von wegen… Der richtige Schock kam aber dann nach den stromlosen Monaten: Meine Stromrechnung ist um 50% höher wie zuvor, obwohl ich  nicht mehr Strom verbrauche wie sonst… Nicht lustig.

 

February – May were the worst months in terms of powerlosses. Everyday we had 7-8 hours of powerloss and you would never know what time. Usually one in the morning and one in the afternoon, or none in the monring but one in the evening. Since May we had the awesome luxury of no powerlosses but since two weeks “the season” started again, although “only” two hours a day.

During all the powerlosses you would expect that the powerbill would be significantly lower, but no… just the same. The real shock came after we were done with powerlosses as they increased the bills for 50%!!!!! My quantitiy of electricity I use didn’t change though… Not fun.

Brownouts

Deutsch/English

Brownouts – so heißen hier die Stromausfälle. Es hat wieder die Jahreszeit begonnen, in der wir wieder täglich Stromausfälle (oft mehrere) und mehrere Stunden am Stück haben. Das ist nicht lustig. Trotzdem muss ich auch irgendwie darüber schmunzeln und will euch erklären, warum Stromausfälle auf den Philippinen mehr Spaß machen. 1. habe ich zumindest in Österreich nie Stromausfälle erlebt. In Deutschland glaub zweimal und das auch nur kurz. Also ist das schon mal ein Erlebnis. 2. Wenn hier die Lichter ausgehen, dann hört man die Nachbarn alle sagen “oh nein”… Dann nach ca. 4 Stunden, wenn der Strom wieder da ist, der Ventilator und die Lichter wieder angehen, dann hört man die Nachbarn wieder und zwar mit Jubelgeschrei und “Hurra” und die Leute klatschen – jeden Tag! (übrigens bin ich auch mit einem “hurra” dabei).

Brownouts – that’s what the powerloss is called here. It’s again the time of the year where we again have daily brownouts (often multiple ones) and usually a few hours in a row. That is not funny. Still it makes me chuckle sometimes and I’ll explain you why it is more fun in the Philippines. 1. I never experienced brownouts in Austria and only a couple in Germany, so it is an experience. 2. When the lights go off here you hear the neighbors “oh no…” and then after four hours when the power comes back on, the fan and lights turn on you hear them again with shouts of joy and “hurrah, yeah” and people clapping there hands. – every day! (actually you can hear me too with a hurrah.)IMG_3546

Im Dunkeln / In the Dark

Es ist 18 Uhr und wieder einmal sitze ich im stockdunkeln. Da es hier schon früh und schnell dunkel wird, merkt man diese Stromausfälle noch viel stärker, als nur kein Ventilator usw. Obwohl ich nur am Tisch sitze, mich nicht bewege, schwitzt man wie verrückt. Mein Computerakku ist geladen, so kann ich wenigstens ein paar Texte schreiben, aber dann ist auch Schluss. 3 Stunden lang… Jeden Tag… Eigentlich ist es nicht lustig, aber ich muss doch immer wieder lachen. Wenn der Strom ausgeht, hört man die überall die Nachbarn „oh nein…“ und wenn der Strom wieder da ist, hört man Jubelgeschrei und die Leute klatschen. Bei mir hört man auch ein „yeah“. Wenn ihr Ideen habt was man drei Stunden lang im Dunkeln machen kann, dann lasst es mich wissen. Singen, beten, schlafen funktionieren sehr gut im Dunkeln, aber ich freue mich über weitere Vorschläge. J

It’s 6pm and again I sit in the pitch dark. Since it gets dark very early and fast you notice the brownouts (powerlosses) way more than just simply not having a fan blowing on you. Altough I only sit at the table, not moving I sweat so much. My computer is charged and so I’m able at least to write a little but that’s it then too. 3 hours long… every day… Actually it’s not funny but still I need to laugh. Everytime the lights go out you can hear people sigh „oh no…“ but once the power comes back on you hear cheering everywhere and people applaude. Well, in my home you can hear a „yeah“ as well. If you have ideas what to do three hours in the dark, please let me know. Praying, singing and sleeping works pretty well in the dark but still I’d like to have more ideas. J

Verwöhnt / Spoiled

Also die letzten 2-3 Monate wurde ich richtig verwöhnt, rein durch den Umstand, dass wir fast keine Stromausfälle mehr hatten. Klar zwischendurch gibt es immer wieder welche, aber damit kann man gut leben. Seit meiner Ankunft im Januar bis Anfang Mai hatten wir JEDEN Tag Stromausfälle. Am Anfang ging es noch. Da war es nur einmal am Tag für eine Stunde. Der März und April war dann ganz extrem. Wir hatten JEDEN Tag DREI Stromausfälle. Zwei dauerten “nur” eine Stunde, doch der dritte hatte es in sich. Der war VIER Stunden lang und meistens abends. Obwohl sich das Ganze regelmäßig jeden Tag abspielte, konnte man sich doch nicht wirklich darauf einstellen, da es jeden Tag, jeder Stromausfall zu einer anderen Uhrzeit als am Tag zuvor war. Wenn man etwas mit Strom machen muss, ist das echt mühsam. Abends und nachts sind die Stromausfälle auch mühsam. Es wird pünktlich um kurz nach 18 Uhr stockdunkel und da ist der Abend bei Kerzenschein echt lange. Schlafen ist auch schwierig in dieser Hitze und ohne Ventilator steht die Luft einfach still. Hier werden die Stromausfälle “brownouts” genannt. Wenn der Strom dann wieder da ist, die Lichter und Ventilator wieder angehen, dann hört man die Nachbarn jubeln (und ich juble auch). Ich muss sagen, dass ich keine Probleme hatte mich daran zu gewöhnen, dass wir nun KEINE Stromsausfälle mehr hatten. Das habe ich genossen. Doch in den letzten zwei Wochen häufen sie sich wieder. Fast jeden Tag haben wir nun wieder Stromausfälle. Manchmal einen, manchmal zwei. Meistens war es nur eine Stunde, aber es waren auch schon ein paar Mal zwei Stunden. Tja, Schluss mit dem “Strom-Luxus”.

 

The last 2-3 months I got really spoiled just through the circumstances of having almost no power losses anymore. Sure now and then we had one but I can live with that. Since my arrival in January till the beginning of May we had EVERY day a power loss. In the beginning it was ok, it was just once a day for one hour. But then March and April where crazy. We had EVERY day THREE power losses. Two of them “only” lastet for one hour but the third one really had it. It was FOUR hours long and usually in the evening. Although all this happened every day you couldn’t really adjust your schedule to it because every day it happend to a different time from the day before. If you needed power for your work you really had a problem. Also in the evening and in the night it’s really tedious. It gets dark early and fast punctually just after 6pm and the evening is long if you only have candles. Sleeping is difficult too in the heat and without a fan the air just stands still. Power loss is called “brownout” here. When the power is back, lights and fans turn on again you can hear the neighbours cheering (well, me too 🙂 ) I didn’t have any trouble to adjust to NOT having any brownouts and I enjoyed it. But now in the last two weeks we have more brownouts. Sometimes one or two and mostly only one hour but we also had two hour long ones. Well, I guess that it with the luxury of having power available at all times.