Reisanbau

Meine Familie im Dorf lebt vom Reis- und Maisanbau. Das ist knochenharte Arbeit. Letzten Monat bin ich zwei Tage mit auf die Farm der Familie, um beim Anpflanzen zu helfen. Einmal wollte ich praktisch wissen, wie das funktioniert und zweitens um ein besseres Verständnis zu haben, wie ihre Arbeit aussieht. An sich ist das pflanzen nicht kompliziert, aber die Umstände machen es eine sehr schwere, anstrengende Arbeit. Die Farm liegt nicht, wie evt. vermutet im Flachland, sondern in den Bergen. Die Familie zählt zu den armen Leuten und vor vielen Jahren wurde dieser Stamm in die Berge vertrieben. Natürlich ist es in den Bergen, an Hängen viel schwieriger anzupflanzen. Erst durchquert man vorsichtig einen Fluss (der momentan bis zum Bauch tief ist), dann wandert man den Berg hoch. (Es gibt auch Motorräder). Dann oben angekommen, geht es einen steilen Hang runter. Man kann nicht schnell laufen, da es so steil ist, man muss sehr vorsichtig sein. Unten angekommen, findet man ein kleines Bächlein, zu dem ihr hier eine Geschichte findet: https://simonesnews.wordpress.com/2015/05/09/ein-schones-bachlein/ . (Einfach draufklicken). Auf der gegenüberliegenden Seite, der steile Hang ist der Boden der Familie.

Zum Mais anpflanzen nimmt man einen spitzen Stock und macht so alle halbe Meter ein Loch in den Boden und legt zwei Maiskörner rein. Für den Reis macht man nach jedem kleinen Schritt ein Loch in den Boden und “eine Prise Reiskörner” rein (soviel halt zwischen drei Finger passt). Nicht kompliziert, aber es ist drückend heiß, die Sonne brennt nieder und tut regelrecht weh. Um sich von den stechenden Strahlen (nicht nur vor Sonnenbrand) zu schützen, tragen wir Jacken, oder langärmelige T-shirts. Der Hang ist sehr steil und man rutscht leicht ab. Um den Reis oder Mais in die Löcher zu geben, hat man ständig eine gebückte Haltung. Hut ab vor den Familien, die diese Arbeit leisten. Die Felder sind groß und jeden Maishalm, oder Reishalm den man sieht, bedeutet ein Loch, das von Hand gemacht wurde. Da gehen unzählige Tage drauf, bis der komplette Boden bepflanzt ist.

Angehängt habe ich euch ein paar Fotos vom Reis, unter anderem den ich angepflanzt habe. 🙂
Im Vordergrund, eher flacher Boden (sieht nur so aus) ist der angepflanzte Reis und im Hintergrund auf den steilen Hängen ist der Mais. In drei Monaten können wir Ernten.

Kalt

Der Sommer ist nun (endlich) vorbei. Es war zum Umfallen heiß mit 40°C und hoher Luftfeuchtigkeit. Teilweise hatte ich nach Mitternacht noch über 34°C in meinem Zimmer. Nun regnet es jeden Tag mind. einmal und die Temperatur ist deutlich niedriger und angenehmer. Da wurde mir doch in den letzten Nächten doch einige Male kalt. Da zog ich mir eine lange Pyjama-Hose an und holte mir eine leichte Decke. Na kein Wunder – es hatte ja auch nur noch 26°C. Das ist schon kalt.

Backen

Heute ist bei uns Feiertag und nicht ganz so heiß – nur 30°C. So ein Tag eignet sich gut zum Backen. Selbstgemachtes Brot und Haferflockenkekse. Naja nicht ganz. Ich folge nie einem Rezept. Warum? Weil ich nie alle Zutaten zu Hause habe und es sind 45 Minuten bis in die Stadt. Selbst dort gibt es nicht alle Zutaten. So wird halt improvisiert und verwendet was man grad zu Hause hat. So wurden aus Haferflockenkekse Hirseflockenkekse. Schmeckt auch lecker. Das Brot hat anstatt Vollkornmehl nur normales Mehl, und dafür noch 100g gemahlene Nüsse.