Sekundenschlaf…

… passiert mir ständig. Nein – keine Sorge, nicht mir als Fahrer, sondern als Beifahrer. Egal ob im Tricycle, Bus oder Taxi. Bereits vor 2-3 Jahren habe ich aufgehört zu zählen, viele Fahrer beim Fahren eingeschlafen sind. Ich bin dankbar, dass ich nie in einen Unfall verwickelt war. Aber ich kann regelmäßig Fahrer beobachten, wie der Kopf nach unten sackt, die Augen schwer sind und immer wieder zufallen und dann Augen und Kopf plötzlich wieder hochschrecken.

Normalerweise sitze ich einfach mit anderen Fahrgästen im Tricycle und bin still, oder schlafe auf der 45min Fahrt. Doch sobald ich den müden Fahrer bemerke, ist mein Mund nicht mehr still. “Fahren Sie schon den ganzen Tag? Wohnen Sie hier in der Gegend? Welche Sprachen sprechen Sie? Wieviele Kinder haben Sie? Wie alt sind sie? Wo arbeiten sie? Was ist Ihre Lieblingsspeise?” JEDE Frage ist mir recht. Im Taxi singe ich lauthals mit dem Radio mit und ich habe Bonbons dabei, die ich dem Fahrer anbiete.

Das Problem ist, dass ich nicht einfach aussteigen kann und ein anderes Tricycle nehmen kann. Als weiße Frau ist es zu gefährlich einfach irgendwo in der Pampa auszusteigen und auf ein nächstes Tricycle zu warten. Also beginnt mein Fragen-Strom, ich singe, Bonbons kommen zum Einsatz und ich bete um Gottes Bewahrung auf der Fahrt. Da wird einem immer wieder bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man am Abend gesund zu Hause ist. Überraschenderweise sehe ich aber sehr selten Unfälle (allgemein).

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Auto fahren

Seit 2012 habe ich meinen philippinischen Führerschein, obwohl ich kein eigenes Fahrzeug habe. Ich fahre oft mit unserem Teamfahrzeug. In der Vergangenheit bin ich viel mit unsere Van gefahren (kleiner Bus). Das war schon eine Umstellung, da er viel länger ist. als die üblichen Autos. Nach über 20 Jahren, war der Van nicht mehr fahrtüchtig und letztes Jahr hat unser Team ein neues Fahrzeug bekommen.

van

Dieser neue Isuzu Truck ist aber ein ordentliches Stück größer und zwar in alle Richtungen. Länger, höher, und breiter. Mit so einem großen Fahrzeug habe ich keinerlei Erfahrung. Ich wusste irgendwann kommt der Tag, da werde ich damit fahren müssen. Also dachte ich mir, am Besten gehe ich mal auf dem Unigelände Probe-Fahren. Dachte ich mir…. denn dann kam ein Notfall und es waren keine anderen Fahrer zur Stelle und so musste ich ran und mit diesem Monster in die Stadt fahren (45 Minuten).

Ich habe ich gebetet, dass Gott uns alle bewahrt und ich mit dem Truck klar komme. Alles hat gut geklappt, beim Fahren und Überholen. Das Ding ist ja viel länger, da kann man nicht mal so schnell überholen. Ok, fahren hat funktioniert, aber WIE und WO parken????? Oh Hilfe. Im Parkhaus sind immer drei Parkplätze zwischen den Säulen. Ich habe eine Lücke gesucht, wo alle drei frei sind, damit ich genau in die Mitte passe und keine Autos beschädige…. 😀 hahaha, Naja, leider war das Parkhaus total voll. Es gab noch einen Parkplatz genau zwischen zwei Autos. Ich habe keine Ahnung wie, aber ich habe es irgendwie geschafft, mit einem Anlauf rückwarts ganz gerade zwischen den Streifen in diese Lücke reinzufahren. Ein Anlauf, aber dafür Schweißgebadet.

Ich war total dankbar und erleichtert, als wir wieder im Dorf beim Teamcenter angekommen sind. Ich dachte, ich kann den Truck einfach davor abstellen. Dann musste ich aber doch durch das Tor vor das Haus reinfahren….. Das ist eine komplizierte Sache. Erstens war es dunkel und ich konnte nicht wirklich gut sehen. Der Platz im Hof ist sehr eng und eine sehr steile und kurze Auffahrt, in die man nicht gerade reinkommt, sondern von der Straße aus einschlagen muss und irgendwie schräg hoch.

Also ich muss schon sagen, dass ich mich ehrlich gefreut habe, dass ich es auf Anhieb geschafft habe, mit diesem Monster und diesen Bedingungen zu parken. So kann man auch Erfahrungen sammeln, ganz ohne Probe-Fahrt auf dem Unigelände. Gleich im richtigen Straßenverkehr… uiuiui.

Gebet erhört

Gestern war ich in unserem Team-Auto (so ein kleiner Bus) mit einer Praktikantin unterwegs. Keine Probleme. Wir blieben kurz stehen um was einzuladen. Dann beim wieder starten ging NICHTS mehr. Also ich konnte nicht nur den Motor nicht starten, sondern, nicht mal die Warnleuchten gingen an, es klickte nichts, keine Lämpchen – nichts. Also ich kann Autofahren, aber bei so Problemen habe ich echt keine Ahnung. Leider war auch niemand in der Gegend der mir helfen hätte können. Da haben wir gebetet. “Herr, bitte schenk, dass das Auto wieder anspringt.” Zündschlüssel gedreht, nichts. Habe dann per SMS den Tipp bekommen mit einem Stein (ja!!) auf die Batterie und die Verbindungen drauf zu klopfen und dann die Verbindungkabel ein bisschen drehen. 1. Wo ist der Motor??? Der ist nicht vorne drinnen, also muss er wohl unter dem Sitz sein und die Batterie hoffentlich auch. Dann ging der Sitz nicht hoch. Fünf Minuten später hatten wir dann endlich den Sitz weg und auch einen größeren Stein gefunden. Habe geklopft, gedreht und nochmal gebetet. Zündschlüssel gedreht – nichts. Hm, was jetzt???? Habe nochmal geklopft und gedreht und gebetet “Herr, ich weiß echt nicht was machen und ich habe von Autos keine Ahnung und wir sitzen hier fest.” Ich habe den Schlüssel nochmal gedreht und alle Lämpchen gingen an und ich konnte den Motor problemlos starten. Danke Herr!!!

Sicher!? / Safe!?

Letztes Wochenende war ich auf einer Hochzeit (ein schönes, neues Erlebnis für mich, mit vielen Traditionen), in einer Stadt ca. 2 Stunden von hier entfernt. Ich habe mich noch gewundert, warum so viele Bodyguards da waren und auch zwei Soldaten. Alle natürlich voll ausgerüstet. Generell denke ich darüber nicht viel nach, weil man das hier einfach überall sieht. Bodyguards, Wächter, Sicherheitsleute, Soldaten und Polizisten sieht man hier überall. Doch auf einer Hochzeit so viele? Eine Freundin und ich wollten nach der Hochzeit mit dem Bus zurück nach Hause fahren. Ein Bekannter meinte dann aber, dass auf der Hochzeit eine Familie aus der gleichen Stadt wie wir ist und sie uns vielleicht mitnehmen können. Er hat den Kontakt hergestellt und sie waren einverstanden uns mit zurück zu nehmen. Es hat sich herausgestellt, dass die Familie nicht irgendeine Familie ist, sondern eine der reichsten Familien hier in der Gegend. Das hat dann auch die vielen Bodyguards erklärt. Wir waren zwei Autos und ein Auto war voll mit 10 Bodyguards!!! Die zwei Autos sind total eng hintereinander gefahren, fast Stoßstange auf Stoßstange und das bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h. Das war damit keine anderen Autos dazwischen fahren können und zu dicht an uns ran kommen. Als wir hier ankamen, das Auto stehen blieb, da sprangen die Bodyguards sofort aus dem Auto raus, haben uns die Tür aufgemacht, standen rund um das Auto, auf der Straße und an den Zäunen von den umliegenden Häusern um die Gegend abzusichern.

Man denkt mit so vielen Bodyguards ist man ja richtig sicher, irgendwie schon, doch gleichzeitig ist für mich die Wahrscheinlichkeit höher das etwas passiert, als wenn ich alleine unterwegs bin. Reiche und prominente Leute stehen hier echt unter “Beschuss”, bzw. sind eine Zielscheibe für Angriffe. Drum ist auch der Bedarf für Sicherheit/Bodyguards so hoch. Reich, oder prominent hier in den Philippinen zu sein, ist definitv nicht lustig oder erstrebenswert, weil man einfach nicht “frei” ist. Für uns zwei war es trotzdem ein cooles Erlebnis. Schließlich wird man ja nicht jeden Tag von 10 Bodyguards nach Hause gefahren. 🙂

 

Last weekend I was able to attend a wedding two hours away from here. It was a beautiful experience where I got to see a lot of tradition. I remember wondering why there were so many bodyguards and two soldiers, fully equipped of course. Usually I don’t think about it because you see bodyguards, security staff, guards, soldiers and policemen everywhere. But so many at one wedding? My friend and I wanted to take a bus home after the wedding but then a friend of ours mentioned that there is a family from the same city as us and maybe they could give us a ride back home and they agreed. It turned out that this family is not just any family but one of the richest here in the area. That explained the high presence of security. We were two cars and one of them was filled up with 10 bodyguards. I never saw cars driving so close to each other. They could almost touch at a speed of 100  kmh – 62 mph! That was so that no other vehicles could get in between and get to close to us. When we arrived here and the car stopped the bodyguards jumped out of the car right away, opened our doors, stood around the car, on the road and at the fences of the houses nearby to secure the area.

You would think that with so many bodyguards you sure are in a safe spot. Somehow yes but on the other side the probability of that something happens was way higher than when I would have been just on my own. Rich and famous people are a target for attacks. That’s why the need is so high for security. To be rich or famous is truly not desirable and you are surely not “free”. For us both it still was a great experience. I mean how often do get a ride home with 10 bodyguards? 🙂

Voll gepackt / Crowded

Gestern auf dem Heimweg hab ich ein paar sehr voll gepackte Fahrzeuge gesehen. Vom Rücksitz eines öffentlichen Busses, während der Fahrt ist es etwas schwierig ein gutes Foto zu machen, aber immerhin. 🙂

 

Yesterday on the way home I saw these crowded vehicles. Sitting in the back of a driving public bus it’s quit hard to get a good picture but anyway. 🙂

Volles Auto / Full Car

Kürzlich war ich bei Freunden eingeladen, die etwas außerhalb der Stadt wohnen. Da kommt man nicht mit dem Jeepney oder Tricycle hin. Es gibt aber andere öffentliche Verkehrsmittel. Eines davon habe ich gewählt. Es ist wie so ein „Van“, wie so ein Kleinbus. Wenn man es genau nimmt, hat dieses Auto 12 Sitze. Als wir dann mit 20 Leuten dicht aneinander gequetscht in dem Auto saßen, dachte ich, dass das Auto echt voll ist. Ach was … da war doch noch Platz. Unterwegs haben wir noch vier weiter Fahrgäste mitgenommen. Da war es wirklich eng, man klebt aufeinander und man kennt die Leute auch nicht. Ich war ja alleine unterwegs. Irgendwann hat die Schiebetüre dann noch aufgegeben und ist ausgehängt. Sie ließ sich nicht mehr schließen und so haben zwei Männer die Tür einfach die restliche Fahrt festgehalten. Na, das geht doch auch. Wir sind alle heil angekommen.

 

Recently I visited some friends who live a little further out of the city. You can’t just take a tricycle or jeepney to get there. But there is enough other public transportation. I chose one oft hem. It’s a van and has 12 seats. But when we sat in there with 20 people, squezed together I thought that car is full. Oh no … there was still space. On the way we took on four more passengers. After that it was really tight and you usually don’t know the other people. I was alone on my way. After the while the sliding doors wouldn’t work any more. The door came off at the top and then it wouldn’t close anymore. Two men held on to the door for the rest of the drive. Oh well … that works too and we arrived all safely.