Spam E-Mails

In den letzten Wochen und Monaten habe ich leider sehr viele Fehlermeldungen bekommen, wenn ich euch E-Mails verschickt habe. Ich denke viele E-Mails sind auch im Ordner “Spam” gelandet. Bitte schaut doch da mal rein, ob evt. eine E-Mail von mir da drinnen gelandet ist und markiert sie als “Nicht-Spam”. Auch sonst habe ich von einigen Adressen Fehlermeldungen bekommen, obwohl die Adressen eigentlich richtig sind. Bitte schaut doch mal, ob eure Postfächer evt. überfüllt sind und ich drum meine E-Mails von euch retour geschicht bekomme. Wenn ihr euch wundert, warum ihr lange nichts mehr von mir gehört habt, dann liegt es evt. an einem dieser Gründe. Bitte meldet euch dann doch bitte bei mir und ich vergleiche nochmal die Adressen. Danke.

 

In the last weeks and months I kept getting many failure messages when E-mailing you. I think some of my E-Mails ended up in your “Spam-File”. Please have a look there if there might be some of my E-Mails and mark my address as “Non-Spam”. I also got a lot failure-messages although I have the right address. Could it be that your inbox is overload? Please check if your wondering why you haven’t heard from me in a long time and let me know if you haven’t received any E-Mails from me in a while. If you haven’t heard from me the above things might be the reason. Please E-Mail me and we’ll check again if I have the right address. Thanks.

Medical Days

Mitte Juli hatten wir einen medizinischen Einsatz von vier Tagen in 6 verschiedenen Dörfern. Zwei Dörfer davon waren ganztags und die anderen vier waren jeweils ein halber Tag. In der Zeit wurden 972 Patienten untersucht/versorgt,an die 100 Zähne gezogen und über 40 Lesebrillen verteilt. Wir waren ein Team von ca. 30 Mitarbeitern, aber vor Ort hatten wir auch viele freiwillige Helfer. Wir hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Meine Aufgabe war in der Medikamentenausgabe. Die Patienten bekamen vom Arzt ein Rezept und haben dann bei uns die Medikamente abgeholt. Wir haben tausende von Tabletten rausgegeben. Für mich war es auch besonders eine Herausforderung, da die meisten kein Englisch sprachen. Man kann die Medikamente ja nicht einfach nur in die Hand drücken, sondern muss erklären, wie oft man die einnehmen soll. So hatte ich an dem Tag gleichzeitig auch viel Möglichkeit mein Tagalog zu praktizieren. “Isang pill tatlong peses sa bawat araw: umaga, tanghali, gabi.” or “Lamang kung masakit.”

Wir hatten 6 Stationen aufgebaut.

  1. Nummer-Ausgabe (bei soviel Leuten braucht man Nummern und die wurden dann aufgerufen)
  2. Vital Signs: das ist eine Lektion über wichtige Hinweise, Zeichen, wenn man krank ist, was das sein konnte und wie man reagiert.
  3. Health Lecture: “Gesundheitslektion” das ist ein Unterricht, wo man ganz grundlegende Dinge lernt wie: Hände waschen, reinigen usw. aber auch richtige Ernährung usw.
  4. Counselling: da kommen die Leute hin und können einfach darüber sprechen was sie belastet, was sie haben usw. und wir beten mit ihnen.
  5. Ärzte: Es hängt immer davon ab, welche Ärzte bereit sind zu kommen, dementsprechend sind dann auch die Untersuchungen. Dieses Mal hatten wir einen Zahnarzt, einen Internisten und einen Orthopäden.
  6. Apotheke/Medikamentenausgabe

Wir hatten sehr viele Patienten und konnten vielen Menschen helfen, doch auch unsere Ressourcen sind begrenzt. Alle sechs Stationen waren im freien draußen aufgebaut.  Es war gewaltig zu sehen, wie dankbar die Menschen alle Hilfe annahmen. Besonders in der “Apotheke” durfte ich das immer wieder miterleben. Zb als ich die Lesebrillen an die Patienten gegeben habe und sie die aufgesetzt haben und scharf lesen konnten. Da ging ein Leuchten in ihren Augen auf und ein Lächeln hat sich auf dem ganzen Gesicht breit gemacht. Auch mit den Medikamenten konnten wir vielen helfen, Schmerzen lindern, Infektionen, usw. bekämpfen. Doch es gab auch einige Patienten, da konnten wir nichts machen. Da war zB ein 12-jähriger Junge mit Knochenkrebs im Endstadium, Menschen mit kaputten Augen, die eine Operation bräuchten, ein Mann mit total verkrümmten Beinen, eine Frau mit einem großen Tumor im Kopf, hinter dem Auge, ein kleines Mädchen mit einem großen Tumor im Kopf, usw.

So gab es viele Geschichten, viel trauriges, das mich sehr bewegt hat. Dieser Einsatz hat mir gezeigt, wie vieles wir doch im Westen für so selbstverständlich erachten, gar nicht weiter darüber nachdenken und uns dann trotzdem noch beklagen, wenn etwas nicht ganz so läuft wie wir wollen, oder mal etwas warten müssen.

An den Tagen hatte ich alle Hände voll zu tun in der Apotheke und habe kein einziges Bild gemacht (ups…), werde mir aber bei einem Kollegen noch Bilder holen und euch dann hier zeigen. So habt ihr wenigstens ein bisschen einen Eindruck. Solche Einsätze sind echt gewaltig, doch wir können dir nur machen mit Hilfe von außerhalb. Direkt im Team haben wir keine Ärzte und nur eine Krankenschwester. Dieser Einsatz war nur möglich, durch die vielen Helfer, die von außerhalb kommen, sogar aus Deutschland und den USA. Wenn jemand von euch an so einem Einsatz Interesse hat und praktisch im medizinischen Bereich helfen kann, dann meldet euch bei mir. Gerne gebe ich euch weiter Informationen.

 

In the middle of July we had a “medical-outreach”. During four days we visited six communities. In two we had a full day and the other four were each a half-day. We had 972 patient, pulled around 100 teeth and handed out over 40 reading-glasses. We were a team of about 30 people and additional helpers on site. We really had enough to do. My job was to hand out the medication. The patients got a prescription from the doctor and then got the medicine in the “pharmacy”. We handed out thousands of pills. For me it was truly a challenge not just because we were busy there anyway but also because most people didn’t speak English. You can’t just give them the medicine without any explanation but you need to give a description about how to take them. So that day I also got the chance to practice my Tagalog a lot. “Isang pill tatlong peses sa bawat araw: umaga, tanghali, gabi.” or “Lamang kung masakit.”

We had 6 stops/areas:

  1. Giving the number: with so many people you need numbers and then they would be called when it was their turn
  2. Vital Signs: Lecture about signs that something is wrong healthwise and how to handle it, how to react right.
  3. Health Lecture: Lecture about foundational things like: washing hands, hygiene, healthy diet
  4. Counselling: people can come here and talk about whats on their mind, or what they have. We listen and pray with them.
  5. Doctors: It always depends on what volunteers/doctors we have at that time. According to that people get an examination and help. This time we had a dentist, an internist and an orthopedist.
  6. Pharmacy / handing out medications

We had many patients and were able to help many people but our ressources are limited. All six stops were outside. It was amazing to see how thankfully they took the help. Especially in the pharmacy I was able to see that. For example as I was handing out the reading glasses and when they put them on and where able to see/ready clearly. Their eyes lightened up and a big smile spread on their faces. Also with the medicines we could soothe pain, treat infections, etc. But there were also patients where we were unable to help. There was a twelve-year old boy with bone-cancer in the final stage, people with damage eyes who are in need of a surgery, a man with crooked legs, a woman with a huge tumor behind her eye, a little girl with a big tumor in her brain that keeps growing pushing her skullcap, and many others…

We had many stories, many sad things that really touched my heart. This outreach showed me how many things we take for granted in the West, don’t give it a second thought how to get medical treatment but then even complain if something doesn’t go the way we want it to or have to wait a little.

The days were very busy and I had lot’s to do in the pharmacy so I didn’t take a single picture. But my friend took some. I’ll have to get some of his and post them here so you can get a visual impression of our medical. Such outreaches have a huge impact but we are not able to do them without help from the outside. In our team we don’t have any doctors and only one nurse. We had many helpers this time outside of the team, even from Germany and the States. If you are interested in a medical outreach and you are able to help us practical in the medical area then please contact me. I am happy to give you more information.

182 Tage / 182 days

JA, könnt ihr das glauben? Ich bin auf den Tag genau schon ein halbes Jahr auf den Philippinen. Ich kann es selber kaum glauben. Die Zeit fliegt regelrecht dahin. Ich hab natürlich noch sehr viel zu lernen. Nicht nur sprachlich, sondern auch in Bezug auf Kultur, entdecke ich immer wieder neue Dinge. Manches ist nicht unbedingt neu, aber es dauert eben eine Weile, bis man sich wirklich ganz daran gewöhnt hat. Man kann seinen eigenen Hintergrund, Kultur, wie man aufgewachsen ist, die Prägung ja nicht einfach ablegen. So muss man sich an das Neue erst gewöhnen. Manches geht einfach und schnell und manches ist ein längerer Prozess. Das ist ok, ich denke das Schwerste dabei ist einfach, sich selber das einzugestehen, dass es eben nicht von heute auf morgen geht und man sich selber Zeit gibt. Auch das ist ein Lernprozess. Trotzdem gibt es auch schon einiges, wo ich sehe, dass ich mich eingelebt habe und die Philippinen mein neues zu Hause ist. Ich bin natürlich Österreicherin, doch ich denke Schritt für Schritt werde ich “philippinisch” 🙂 Ihr könnt mich dann schon mal in einem Einkaufszentrum, in der Straße, oder im Tricycle singend entdecken, ohne das ich mir etwas aus den umstehenden Leute mache. Warum auch? Machen doch alle so 🙂 Reis gehört einfach zum Frühstück, sonst ist man den ganzen Vormittag so hungrig und im Tricycle oder Jeepney redet man mit den anderen Fahrgästen. Auf der Post rede ich mit der Frau meist 10-15 Minuten, bevor ich wieder nach Hause gehe.

Ich bin Gott echt dankbar, dass es mit dem Heimweh so gut klappt. Bis auf ein paar einzelne Tage, hatte ich keine Probleme und bin sehr gerne hier und will hier auch nicht weg 🙂 Trotzdem vermisse ich meine Familie, Freunde, Arbeitskollegen mit der “Poscht” 😉 natürlich sehr. Aber das wäre ja auch komisch, wenn ich meine Lieben nicht vermissen würde, oder?

 

YES, can you believe it? Today it’s exactly half a year that I’m already in the Philippines. I can’t believe it myself. Time just flies by so quickly. Sure enough there is still lots to learn. Not only in terms of language but also about adapting the culture. I often discover new things but it’s not only new things. Some I already know but it just takes time to adjust to it. You can’t simply lay down your own culture, the way you were brought up, everything you learnt, it’s a process. I think the most difficult thing is to admit that it takes time and allowing yourself to be in that process, to be patient. But there are also things were I can already see how much I adjusted here. Sure, I’m still Austrian but little by little I become “filipino”. You can find me in the mall singing, not worrying about the people around me. Why should I, since everyone does it. Rice is necessary for breakfast or I’ll be hungry the whole morning and in the tricycle and jeepney I talk to the other people. At the post office I usually talk to the lady for about 10-15 min. before leaving again.

I thank the Lord that I didn’t have to deal with homesickness. Apart from a few days I didn’t have any problems with that and I am happy to be here and don’t want to leave. 🙂 But of course I still miss my family friends and workmates very much. But wouldn’t it be weird if I felt any different?