Affen / Monkeys

unggoy, unggoy… und die Männer in unserer Nähe sehen alle in die hohen Bäume hoch. Erst dachte ich das sind einfach reife Kastanien die da von den Bäumen runter fallen. Doch als das Wort “unggoy” fiel, wusste ich, da oben sind Affen – wilde Affen. Nein, nein, die haben nicht mit Kastanien geschmissen, dich denke die sind wirklich einfach nur runter gefallen. Auf jeden Fall war da oben eine ganze Gruppe wilder Affen, bestimmt so 10-15. Da die Bäume sehr hoch waren, sieht man die Affen trotzdem nur sehr klein und unscharf – trotz Zoom. Aber ich muss euch doch einen Beweis zeigen 😉 Kürzlich habe ich auch Affen in einem Käfig gesehen und fotografiert. Das ist zwar nicht so aufregend, aber somit könnt ihr wenigstens sehen, wie der Affe aussieht, der so weit oben im Baum sitzt.

unggoy, unggoy… and the men near us look up to the high trees. First I thought it’s only ripe chestnuts that are falling down. But when I heard the word “unggoy” I knew that up there are monkeys – wild monkeys. No, no they didn’t through the chestnuts I think they just fell down. Anyway there was a whole bunch of monkey up there maybe 10-15. Since the trees where really high are the picture not good quality despite the zoom, but I had to show you the evidence. A while ago I also saw a monkey in a cage though but that way you can see at least what the monkeys looked like up there in the tree. 🙂

Sicher!? / Safe!?

Letztes Wochenende war ich auf einer Hochzeit (ein schönes, neues Erlebnis für mich, mit vielen Traditionen), in einer Stadt ca. 2 Stunden von hier entfernt. Ich habe mich noch gewundert, warum so viele Bodyguards da waren und auch zwei Soldaten. Alle natürlich voll ausgerüstet. Generell denke ich darüber nicht viel nach, weil man das hier einfach überall sieht. Bodyguards, Wächter, Sicherheitsleute, Soldaten und Polizisten sieht man hier überall. Doch auf einer Hochzeit so viele? Eine Freundin und ich wollten nach der Hochzeit mit dem Bus zurück nach Hause fahren. Ein Bekannter meinte dann aber, dass auf der Hochzeit eine Familie aus der gleichen Stadt wie wir ist und sie uns vielleicht mitnehmen können. Er hat den Kontakt hergestellt und sie waren einverstanden uns mit zurück zu nehmen. Es hat sich herausgestellt, dass die Familie nicht irgendeine Familie ist, sondern eine der reichsten Familien hier in der Gegend. Das hat dann auch die vielen Bodyguards erklärt. Wir waren zwei Autos und ein Auto war voll mit 10 Bodyguards!!! Die zwei Autos sind total eng hintereinander gefahren, fast Stoßstange auf Stoßstange und das bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h. Das war damit keine anderen Autos dazwischen fahren können und zu dicht an uns ran kommen. Als wir hier ankamen, das Auto stehen blieb, da sprangen die Bodyguards sofort aus dem Auto raus, haben uns die Tür aufgemacht, standen rund um das Auto, auf der Straße und an den Zäunen von den umliegenden Häusern um die Gegend abzusichern.

Man denkt mit so vielen Bodyguards ist man ja richtig sicher, irgendwie schon, doch gleichzeitig ist für mich die Wahrscheinlichkeit höher das etwas passiert, als wenn ich alleine unterwegs bin. Reiche und prominente Leute stehen hier echt unter “Beschuss”, bzw. sind eine Zielscheibe für Angriffe. Drum ist auch der Bedarf für Sicherheit/Bodyguards so hoch. Reich, oder prominent hier in den Philippinen zu sein, ist definitv nicht lustig oder erstrebenswert, weil man einfach nicht “frei” ist. Für uns zwei war es trotzdem ein cooles Erlebnis. Schließlich wird man ja nicht jeden Tag von 10 Bodyguards nach Hause gefahren. 🙂

 

Last weekend I was able to attend a wedding two hours away from here. It was a beautiful experience where I got to see a lot of tradition. I remember wondering why there were so many bodyguards and two soldiers, fully equipped of course. Usually I don’t think about it because you see bodyguards, security staff, guards, soldiers and policemen everywhere. But so many at one wedding? My friend and I wanted to take a bus home after the wedding but then a friend of ours mentioned that there is a family from the same city as us and maybe they could give us a ride back home and they agreed. It turned out that this family is not just any family but one of the richest here in the area. That explained the high presence of security. We were two cars and one of them was filled up with 10 bodyguards. I never saw cars driving so close to each other. They could almost touch at a speed of 100  kmh – 62 mph! That was so that no other vehicles could get in between and get to close to us. When we arrived here and the car stopped the bodyguards jumped out of the car right away, opened our doors, stood around the car, on the road and at the fences of the houses nearby to secure the area.

You would think that with so many bodyguards you sure are in a safe spot. Somehow yes but on the other side the probability of that something happens was way higher than when I would have been just on my own. Rich and famous people are a target for attacks. That’s why the need is so high for security. To be rich or famous is truly not desirable and you are surely not “free”. For us both it still was a great experience. I mean how often do get a ride home with 10 bodyguards? 🙂

Alltag / everyday life

Wie sieht denn eigentlich mein Alltag so aus? Das haben sich vielleicht einige schon gefragt. So will ich ein bisschen aus meinem Alltag berichten. So besondere Erlebnisse, die für mich neu sind, doch hier “Alltag”, habe ich euch ja meist geschrieben. Hier nun aber so das “ganz normale”. 🙂

Generell kann ich sagen, dass es meist anders kommt, als ich es plane. So muss ich eben flexibel sein und mehr Zeit einplanen. Im ersten Jahr ist meine Hauptaufgabe “einfach nur” das Sprachstudium, das alles andere als einfach ist. Ab und zu bin ich zwar schon auch mal bei Projekten dabei, so wie zB einen Besuch auf der Ziegenfarm mit spontaner Ziegenoperation, oder nächsten Monat auf einem medizinischen Einsatz in den Dörfern. Solche Sachen sind momentan aber eher die Ausnahme. Ich treffe mich mit verschiedenen Sprachhelfern. In den letzten Wochen waren das fünf verschiedene Frauen. Morgens bereite ich die Unterrichts-Stunden vor und dann anschließend treffen wir uns für den Unterricht. Am Nachmittag heißt es dann wiederholen und üben. Ich versuche viel raus zu gehen und zu üben. Praktisch heißt das, einfach auf den Markt gehen, zur Post, die Nachbarstraßen ablaufen und sich mit Nachbarn unterhalten. Einfach viele Leute treffen und reden, reden.  Im Unterricht mache ich auch digitale Aufnahmen von den neuen Worten, die ich dann zu Hause abhöre und wiederhole. Eigentlich klingt das so ganz einfach, doch mit der Umsetzung sieht es anders aus. Es fällt mir schwer raus zu gehen und zu üben. Ich bin zwar gern mit den Leuten zusammen und rede gerne, aber es ist sehr herausfordernd und kostet Überwindung, denn ich will Tagalog lernen, doch jedes Mal wenn ich rausgehe, höre ich alle möglichen anderen Sprachen.

Oft habe ich auch ein Buch dabei um Wartezeiten zu überbrücken. Ich merke doch, wie immer wieder die deutsche Zeit in mir tickt. Wir machen zB 09:00 Uhr aus, doch meine Sprachhelferin taucht erst eine Stunde später auf. Letztens kam sie zwei Stunden später und meinte dann “ich habe fast vergessen, dass wir uns treffen.” Das fand ich irgendwie lustig, denn in Deutschland ist das bereits vergessen und zu spät, nicht hier. Wenn man das weiß ist das nicht weiter schlimm, denn dann stellt man sich drauf ein und kommt selber auch einfach später. Das Problem ist, das nicht jeder so ist. Die eine kommt einfach ne Stunde später, die andere taucht immer auf die Minute pünktlich auf. Ja und dann gibt es noch den Fall, dass die Sprachhelferin einfach gar nicht mehr auftaucht. Ich habe keine Ahnung warum, aber sie kommt einfach nicht mehr, auch keine Antwort auf meine SMS (hier textet man, Anrufe sind eher selten). Tja und so mache ich mich auch wieder einmal auf die Suche nach neuen Sprachhelfern.

Das sind nicht alle Stationen in meinem Alltag, aber wenigstens meine Hauptaufgabe/Arbeit hier, womit ich mich die Woche über so beschäftige. Naja, über “Sprachstudium-Arbeit” gibt es nicht so viel zu berichten, während man sonst so im Alltag in einer neuen Kultur viel erlebt und die Dinge, lassen sich gut in einem Blog schreiben. Obwohl wir sehr nahe am Meer wohnen, sind wir doch eher selten am Strand. In den letzten fünf Monaten war ich vier Mal am Strand. Jedes Mal bin ich neu überwältigt von der schönen Landschaft und Natur hier. Da entstehen dann solche Bilder.

What does my daily routine look like? Some of you might be asking. So I want to share I little about that. Special experiences here that are so new to me but part of daily life here, that’s the things I posted here anyway. But now a little about my very normal “working day”.

In general I have to say things happen differently than what I planned or expected. I have to be flexible and plan in more time. My main focus during the first year is “just” language study which isn’t easy at all. Sometimes I’m involved in some projects like visting the goat-farm and suddenly ending up in a goat-surgery or like a medical we will have next month. But that’s more an exception. I meet with various language-helpers. In the past few weeks I had five different girls who helped me. In the morning I prepare the lessons and aftewards we meet for the lessons. In the afternoons I try to go out a lot and practice. That means just going out, walking around in the neighborhood talking to neighbors, going to the market, the postoffice, etc. I need to talk, talk. That doesn’t sound to difficult but I feel like it really is. Often I’m struggling just to do so because I am supposed to practice Tagalog but when I go out I hear all kinds of different languages but Tagalog. I enjoy being with Filipinos though, spending time together, getting to know each other. I just wish it would be more Tagalog in our conversations.

Often I have a book with me for the waiting times. I can see how the german timing is still somewhat within me. If we want to meet at 9am I’ll be there but my language helper shows up an hour later. The other week she came two hours later and said “Oh I almost forgot that we are meeting today”. Well in Germany that would be already “forgotten” and to late. Not here and that’s not a problem if I know that then I just come later too. The problem is that someone just comes later and the other shows up on the dot. And then there is also the case of a helper not showing up at all without any notice or response to my text (people are texting here, only few calls). So I am looking for new language helpers again.

That’s not a 100% my whole day but at least my language-study-day or “work”, what I do throughout the week. There is not so much to write about the language study itself compared to all the new things I experience in this new culture which I post anyway. Although we live very close to the sea I don’t get to go there very often. I think in the last five months I’ve been a the beach four times. Everytime I am amazed again about the beautiful landscape and nature here. That’s were I took the picture.

Butiki

Hab schon länger versucht mal ein Foto von diesen kleinen Tierchen zu machen, doch die sind sehr schnell und fliehen normalerweise auch. Die Butikis auf den Fotos schienen aber ganz zutraulich. Die sind hier überall, in jedem Zimmer. Sie sind harmlos und nützlich, weil sie Spinnen, Mosquitos und Ameisen fressen. Irgendwie sind sie auch süß.

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For a while I tried to get some pictures of these little animals but they are so fast and usually run away quickly. The butikis in these pictures didn’t seem to be frightened by me. You can find them in every room. They are harmless and useful as they eat spiders, mosquitos and ants. Somehow they are also cute.