Kerzenstadt

Kurz bevor wir uns heute auf den Heimweg machten, war Stromausfall. Da es bereits nach 18 Uhr war, bedeutet das Kerzen anzünden. Bis jetzt war ich immer zu Hause, wenn es abends keinen Strom gab. Nun mussten wir aber mit dem Auto ca. 30 Minuten nach Hause fahren. Irgendwie sah das total schön aus, weil alle Häuser/Hütten am Straßenrand Kerzen aufgestellt hatten. Leider hatte ich meine Kamera grad nicht dabei. Auch auf dem Markt, den kleinen Läden an der Straße, in den Häusern, überall sah man die Kerzen. Sah richtig gemütlich aus.

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The Parade

Gestern war hier in der Stadt ein Feiertag und da wurde natürlich gefeiert. Es gab einen großen Umzug am Nachmittag und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es war schon beeindruckend all die bunten Kostüme und die Tänze zu sehen. Es war sehr typisch für das Land und die Gegend hier. Wir hatten einen richtig schönen Tag und es war auch lustig, sogar mit der Polizei, die natürlich überall präsent ist. Die Bilder sind leider nicht super gut und in der Masse, ist es schwer Bilder zu machen, ohne irgendwelche Köpfe drinnen zu haben, aber so habt ihr wenigstens ein bisschen eine Vorstellung wie es aussah. Nun müsst ihr euch nur noch die laute Musik dazu vorstellen 🙂

Yesterday was a holiday and of course they celebrated that. They had this big parade in the afternoon and we didn’t want to miss that. It was impressive to see all these colorful costumes and the dances. It was very typical for the country and the region here. We sure had a wonderful day and it was also funny, even with the police. They are always present. The pictures are not all that good and in the crowd it’s hard to get a picture without having someones head in there. But anyway at least it gives you a little glimpse of what it looked like. Now you just have to imagine the loud music that was played there.

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Leckeres Essen – Rezept

Von Samstag auf Sonntag habe ich bei einer Freundin übernachtet, mit noch zwei anderen Mädels. Wir hatten eine richtig schöne Zeit. Sind abends zum Pilenki (Markt) gelaufen und haben noch einen schön großen Fisch gekauft. Wir haben Zwiebeln, Zitronengras, Tomaten, Knoblauch und Frühlingszwiebeln klein geschnitten und nach dem der Fisch ausgenommen wurde, die Zutaten in den Fisch gefüllt. Dann wurde der Fisch mit einer Sauce aus Sojasauce und Essig übergossen. Der wurde dann eine Weile auf der Feuerstelle gebraten. Dazu gabs natürlich noch Reis, Tomaten-Radieschen-Gurken Salat und gebratene Okraschoten. Mhmm war das lecker.

Zum Frühstück gab es den restlichen Reis vom vorigen Abend. Der wurde einfach gebraten mit Knoblauch und dann noch ein bisschen Zimt. Dazu hatten wir noch in Ei gebratene Auberginen (weiß nicht ganz, wie ich das erklären soll). Es war SEHR lecker. Hier sagt man “masarap”.

Ein paar Fotos von der Küche und dem Blick aus der Küche, bzw. der Eingang. Links von dem blauen Wasserbehälter ist die Kochstelle. Normalerweise, wenn man zu Hause ist, steht die Tür offen. 

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Sonnenuntergang

Heute als wir aus dem Einkaufszentrum raus kamen, sahen wir vom Parkdeck aus diesen schönen Sonnenuntergang. Die Farben waren echt so. Eigentlich noch intensiver!

Achja, habe heute noch was Lustiges erlebt im Einkaufszentrum. Wir mussten ein paar Lebensmittel kaufen und sind aus Spaß noch in der Tierabteilung vorbei, die so ziemlich in der Mitte vom Gebäude liegt. Auf einmal hatten wir (wieder einmal) Stromausfall. Das ist ja nichts Neues, aber es war das erste Mal, dass ich das in einem so großen Laden erlebe. Als wir da so im Stockdunkeln standen, hat es mich irgendwie voll erwischt und ich habe einen Lachanfall bekommen, als ich da so zwischen Schildkröten, Schlangen, Fischen und Mäusen stand. Habe mich dann beruhigt, aber als dann 1 1/2 Stunden später nochmal ein Stromausfall war, hat es mich wieder gepackt.

Ein paar Fotos

Ich dachte, ich muss mal wieder ein paar Bilder posten. Diese Bilder habe ich auf dem Weg in eine andere Stadt/Dorf gemacht. Da es aus dem Auto raus ist, sind die Bilder nicht so gut, aber immerhin bekommt ihr ein bisschen einen Eindruck. Wobei ich sagen muss, dass es schwer ist, all die Eindrücke auf einem Foto festzuhalten. Wenn ich mal bessere Schnappschüsse habe, dann werde ich sie rein setzten. Auf dem einen Bild seht ihr, dass wir kurz danach einen schweren Regen hatten. Als wir am Abend nach Hause gefahren sind, war die Straße fast knietief mit Wasser bedeckt. Am nächsten Tag hat man davon nichts mehr gesehen. Vor kurzem gab es diesen Fisch zum Mittagessen. Dachte mal, muss ein paar “unübliche Sachen” (für uns) fotografieren. Habe den gebratenen Fisch probiert. Mhmm, der war richtig lecker. Habe gleich 3 oder 4 Stück gegessen. Der ist nicht so groß. Sieht glaub auf dem Bild größer aus, als er ist.

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Tricycle und Führerschein Erlebnisse

Heute haben wir den 3. Anlauf gemacht, um für mich einen philippinischen Führerschein zu beantragen. Nach ca. 1 1/2 Stunden warten…. sind wir wieder gescheitert. Tja… beim letzten Mal, war ich echt richtig frustriert. Ich finde es heute zwar immer noch blöd, weil ich das Ding ja echt gerne hätte, aber irgendwie bin ich heute relaxed. Was halt doof ist, dass die Wege, die ich gehen könnte so kompliziert sind. Entweder brauche ich dieses ACR (Alien Certificate Report), dass ich aber erst Ende des Jahres bekommen kann, oder ich brauche eine Übersetzung meines Führerscheins. Das wäre ja auch noch möglich, aber die österreichische Botschaft will, dass ich persönlich vorbei komme. Naja…. ich fliege nicht einfach mal so nach Manila um dieses “40 Euro Papier” zu holen.

Hier nehme ich recht häufig diese Tricycle Taxis. Das sind immer wieder neu lustige Begebenheiten. Erst sagt man, wo man hin will und dann schlägt man einen Preis vor. Da wir zu zweit waren, sagte ich 30 Pesos. Der Fahrer meinte 40. Ich blieb aber bei 30, er wiederholte 40. So ging das ein paar Mal hin und her. Ich hatte den Eindruck, dass der denkt, ich würde ihn nicht verstehen. Habe ich schon, aber ich wollte halt keine 40 Pesos bezahlen 🙂 So ging das ein paar Mal hin und her 30, 40, 30, 40. Normalerweise findet man sich dann irgendwo in der Mitte. Habe dann 31 Pesos gesagt und da meinte er nur “ok, warte kurz, ich hole schnell mein Tricycle”.

Vorgestern hatte ich eine etwas längere Strecke vor mir. So wie beim letzten Mal, als ich berichtet habe. Wir waren wieder acht Fahrgäste. Wie gesagt, wird jeder Fahrgast da abgesetzt, wo er hinwill, bis zur Endstation. Ich war eine der Letzten, daher bin ich überall mitgefahren. Normalerweise braucht man ca. 30-45 min. Diesmal habe ich aber allein 45 min. in diesem Dorf verbracht. Echt verrückt. Egal welche Straße wir genommen haben, sind wir stecken geblieben. Es war alles recht matschig. Immer wieder mussten wir aussteigen, dann wurde das Tricycle geschoben und wir sind wieder eingestiegen. Oft mussten wir umdrehen und eine andere Straße probieren, da die Straße weggespült war und der Untergrund so steinig war und zu große Löcher hatte, als das war da durchgekommen wären. Nicht mal mit einem Auto. Dann hatte ein Fahrgast seine Flip-Flops unterwegs noch verloren und wir mussten umdrehen und die Schuhe suchen. Die verstreut auf der Straße lagen. Bin dann aber gut angekommen. Auf die Uhr darf man bei solchen Aktionen nicht schauen. Man kommt dann einfach an, wenn man halt ankommt.

Eigentlich wollte ich das gestern schon schreiben. Aber rate mal was: als ich mich hinsetzten wollte und den Text schreiben, hatten wir Stromausfall. Das wars dann mit dem Internet.

Dank – eine andere Perspektive

Gestern ging es in einem Tricycle (siehe Bild) in die Nachbarschaft. Es war eine ca. 30 min. Fahrt. Zu acht saßen wir in diesem Gefährt. Wie ihr vom Bild her erahnen könnt, war es richtig eng. Ich saß vorne, zwischen dem Fahrer und noch einem Fahrgast. Irgendwie war die Fahrt ganz lustig, weil wir uns da so reingequetscht haben und dann nicht mehr bewegen konnten. Mir sind die Beine eingeschlafen. Links saß ich fast auf dem Fahrer, der Probleme hatte mit dem Lenken, weil ich da saß mit meiner Tasche und rechts noch so ein anderer Typ auch mit einer großen Tasche. Natürlich kannte ich die Leute in diesem Taxi nicht. Keine Ahnung wer da neben mir saß. Man sagt halt wo man hin will und dann wartet man, bis noch mehr Leute in diese Richtung wollen und man das Taxi vollbekommt, erst dann geht es los. Haltestelle? Nein, man sagt wo man hin will, sogar bis zu seinem Haus und der Rest fährt halt mit. Wenn ich da so drüber nachdenke, merke ich wie wohl ich mich hier fühle. Die Leute sind hier so unkompliziert, man hat Zeit.

Es gibt aber auch andere Dinge, an die man sich erst gewöhnen muss. Zb hatten wir gestern auf heute Stromausfall – 19 Stunden. Da ging halt gar nichts mehr. Man schwitzt in der Hitze ohne Ventilator, kochen auf dem Herd geht nicht mehr, Computer geht nicht. Unter Tags kann man sich ja gut anders beschäftigen. Aber abends ist es schon um 18 Uhr dunkel und dann sitzt man da halt mit seiner Kerze. Was unter Tags schwierig ist, ist das ohne Strom kein Wasser gepumpt wird. Waschen, spülen, duschen und Toilette spülen sind da echt ein Problem – Augen zu und durch. Heute hatten wir grade mal 30 min. Strom, als wir wieder Stromausfall hatten. So hatten wir ein spontanes “Candle-light-dinner”. Diesmal waren es aber nur 30 min. und so kann ich euch diese Nachricht noch schicken.

Momentan regnet es so stark, dass ich den Ventilator nicht mehr höre, selbst die Musik am Laptop (lauteste Stufe) höre ich nur leise. Draußen könnte man theoretisch duschen gehen. Während ich mich hier in einer neuen Kultur einlebe, denke ich so über die Unterschiede nach und was hier oder zu Hause scheinbar so wichtig ist. Es macht mich neu dankbar. Habe überlegt, wofür ich hier dankbar bin:

  • sauberes Wasser
  • zwischendurch mal heiß duschen in einer richtigen Dusche
  • Gesundheit (vor allem bei all den neuen Dingen, die der Körper erstmal verarbeiten muss, gerade mit dem Essen).
  • Stromausfälle – das heißt wir haben sonst Zugang zu Strom.
  • Transportmöglichkeiten
  • uvm.