Angst einjagen

Also ich jage mir nicht absichtlich Angst ein, aber es kommt halt so. Immer wieder mal studiere ich im Internet die giftigen Tiere auf den Philippinen und sehe mir die Bilder auch genauer an. Da gruselts einen manchmal schon. Aber sehe mir diese Infos bewusst an, damit ich Bescheid weiß. Könnte ja sein, dass mal eine Schlange bei mir im Haus vorbei schaut (wobei ich hoffe, dass es nie passiert). Ist schon gut, wenn man weiß, dass die Schlange am Strand, die kürzlich gesehen ist lebensgefährlich ist, aber nicht aggressiv. Die Hundertfüßler in meinem Haus sind giftig und äußerst schmerzhaft, so das man denkt, man stirbt, aber sie sind nicht lebensgefährlich. Die schwarze Witwe ist auch lebensgefährlich und hier vertreten, sowie einige andere Tiere. Also ist es auf jeden Fall gut, Bescheid zu wissen, gerade bei dem ganzen Zeugs, was da auch so in meinem Haus unterwegs ist.

Das ist schon gruselig manche der Bilder. Als ich eben so an meinem Laptop saß, nahm ich etwas wahr und da saß doch eine mega große Kakerlake an meiner Wand…… ich kann diese Viecher nicht ausstehen. Es ist schrecklich, wenn ich einen Raum betrete und bevor ich irgendetwas sehe, bereits riechen kann, dass da Kakerlaken sind….. uuugh. Was ich gar nicht mag, wenn die dann noch an der Wand oder Decke sitzen, weil die dann fliegen – und zwar immer abwärts…. So auch eben. Da fliegt das Ding doch glatt auf mich zu. Konnte mich in letzter Sekunde ducken und rausrennen, mit Gänsehaut. Die sind zwar nicht gefährlich aber eklig und die beißen. So ein Ding ist schon locker 6cm lang, ohne Fühler!

Erdbeben – wir sind sicher

Letzte Woche wurden die Philippinen von vielen Erdbeben geschüttelt. Ich habe aufgehört zu zählen. Besonders letztes Wochenende war mir oft schwindlig, aber mir war gar nicht schwindlig sondern es waren Erdbeben. Während wir es nur “leicht” gefühlt haben, waren in einer anderen Stadt die Schäden sehr groß, viele Verletzte und leider auch einige Tote. Wir sind von davon nicht betroffen und alle sind sicher. Trotzdem ist es schlimm zu wissen, dass das gleiche Erdbeben, dass bei mir Schwindelgefühle hervorgerufen hat, in einer anderen Stadt Häuser und Brücken einstürzen hat lassen und Menschen das Leben gekostet hat.

Tödlich!?

ALLE Spinnen sind potenziell tödlich! Ihr glaubt mir nicht? Doch es ist wirklich wahr. Bei den einen stirbt man, weil sie giftig sind und ein Biss kann tödlich enden. Bei den anderen könnte man durch den hervorgerufenen Schreck an einem Herzinfarkt sterben. Wie ihr seht, sind also ALLE Spinnen äußerst gefährlich. Gestern saß dieses Exemplar auf meiner Steckdose. Das ist aber “nur ein Baby” Ausgewachsen werden die größer wie meine Hand. Kürzlich hatten wir auch eine gefangen, die doppelt so groß war, wie diese hier. Meine Mitbewohnerin meinte ganz trocken “ah nur ein Baby”…. oh Hilfe. Diese höchst gefährlichen Spinnen sind aber völlig ungiftig 🙂 Habe sie mit meinem Flip-Flop zerklopft.

Achja das Holz…. So sehen alle meine Türstöcke und Fensterrahmen aus, wegen den Termiten… 😦

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Medical

Diese Woche hatten wir einen viertägigen medizinischen Einsatz. Wir waren in vier verschiedenen Dörfern unterwegs. Teils in der Nähe vor Ort, teils weiter weg. Für einen Ort mussten wir in eine abgelegene Region fahren, durch die Reisfelder bis wir nach zwei Stunden ankamen.

In vier Tagen hatten wir einiges über 1.000 Patienten plus mind. 300 Patienten für den Zahnarzt. Ich vermute. Das ingesamt 500 Zähne gezogen wurden. Zum ersten Mal hatten wir nicht nur einen Zahnarzt, sondern mehrere. An zwei Tagen hat uns sogar der Bürgermeister den stadteigenen “Dental-Bus” (Zahnambulanz-Bus) zur Verfügung gestellt, INCL. Zahnarzt und Assistent!!!!

Der medizinische Einsatz ist von unseren Projekten der Höhepunkt des Jahres und braucht damit auch meisten Vorbereitung, Einsatz und Hilfe. Allein könnten wir das nie schaffen. Insgesamt hatten wir 4 Ärzte aus dem Ausland, 6 lokale Ärzte, zwei lokale Krankenschwestern, 15 freiwillige Helfer aus dem Ausland, 12 lokale Helfer, unser Team von 18 Leuten und dann vor Ort jeweils zahlreiche freiwillige Helfer von der Behörde und Gesundheitszentrum. Pro Tag kamen wir bestimmt insgesamt auf über 60 Leute die angepackt haben.

Viele unserer Patienten können sich keinen Doktor leisten, oder die Medizin die sie dringend brauchen können. Viele wohnen auch weit weg von medizinischer Hilfe. Solche Einsätze sind für sie oft die einzige Möglichkeit medizinische Hilfe zu bekommen. Diesen Einsatz habe ich zwei Tage in der “Apotheke” geholfen und zwei Tage direkt bei den Ärzten um zu übersetzen in Tagalog oder Stammessprache. Viele Patienten litten unter ihren Beschwerden bereits Monate, teils sogar Jahre.

Ein Baby war massiv unterernährt und hatte große Atemprobleme. Es war ein Frühchen, die Lungen unterentwickelt. Ein Monat hat die Familie im Krankenhaus verbracht und haben dann die Therapie abgebrochen, weil sie die finanziellen Mittel nicht haben. Genau an dem Tag, als sie zu uns kamen, war der Direktor von einem lokalen Krankenhaus für zwei Stunden bei uns. Er hat sich dieser Familie angenommen und sie in seinem Auto ins Krankenhaus gebracht. Das ist ein wunderschönes Beispiel für Gottes perfektes Timing und Fürsorge. Ohne ärztliche Hilfe hat das Baby max. noch 320170117_115536 Tage!

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Der Sommer kommt..

Es ist zum Umfallen heiß… 35°C, lange Hose, langärmelig, keine Wolke am Himmel und es ist erst Januar… das kann nur eines bedeuten: Der Sommer kommt. Im März und April kommt es dann so richtig…. uiuiui. Momentan bin ich noch in der Verleugnung und hoffe, dass es nicht wirklich so ist. Tja, das wird wohl nichts nützen…… Verleugnung hilft wohl nichts, denn der Sommer, die 40°C plus, Stromausfälle und Wasserausfälle kommen ja trotzdem. Also besser noch genießen, wenn es “nur 35°C” hat.

5 Jahre

Heute sind es genau fünf Jahre seit ich auf den Philippinen gelandet bin. Unglaublich wie schnell die fünf Jahre vergangen sind. Es gab viele Höhen und Tiefen doch in all dem konnte ich Gottes Treue und Fürsorge sehen. Ich bin Gott von Herzen dankbar für diese fünf Jahre, für alles was ich gelernt habe. Ich freue mich, dass ich die Philippinen mein Zuhause nennen darf.