Medical

Diese Woche hatten wir einen viertägigen medizinischen Einsatz. Wir waren in vier verschiedenen Dörfern unterwegs. Teils in der Nähe vor Ort, teils weiter weg. Für einen Ort mussten wir in eine abgelegene Region fahren, durch die Reisfelder bis wir nach zwei Stunden ankamen.

In vier Tagen hatten wir einiges über 1.000 Patienten plus mind. 300 Patienten für den Zahnarzt. Ich vermute. Das ingesamt 500 Zähne gezogen wurden. Zum ersten Mal hatten wir nicht nur einen Zahnarzt, sondern mehrere. An zwei Tagen hat uns sogar der Bürgermeister den stadteigenen “Dental-Bus” (Zahnambulanz-Bus) zur Verfügung gestellt, INCL. Zahnarzt und Assistent!!!!

Der medizinische Einsatz ist von unseren Projekten der Höhepunkt des Jahres und braucht damit auch meisten Vorbereitung, Einsatz und Hilfe. Allein könnten wir das nie schaffen. Insgesamt hatten wir 4 Ärzte aus dem Ausland, 6 lokale Ärzte, zwei lokale Krankenschwestern, 15 freiwillige Helfer aus dem Ausland, 12 lokale Helfer, unser Team von 18 Leuten und dann vor Ort jeweils zahlreiche freiwillige Helfer von der Behörde und Gesundheitszentrum. Pro Tag kamen wir bestimmt insgesamt auf über 60 Leute die angepackt haben.

Viele unserer Patienten können sich keinen Doktor leisten, oder die Medizin die sie dringend brauchen können. Viele wohnen auch weit weg von medizinischer Hilfe. Solche Einsätze sind für sie oft die einzige Möglichkeit medizinische Hilfe zu bekommen. Diesen Einsatz habe ich zwei Tage in der “Apotheke” geholfen und zwei Tage direkt bei den Ärzten um zu übersetzen in Tagalog oder Stammessprache. Viele Patienten litten unter ihren Beschwerden bereits Monate, teils sogar Jahre.

Ein Baby war massiv unterernährt und hatte große Atemprobleme. Es war ein Frühchen, die Lungen unterentwickelt. Ein Monat hat die Familie im Krankenhaus verbracht und haben dann die Therapie abgebrochen, weil sie die finanziellen Mittel nicht haben. Genau an dem Tag, als sie zu uns kamen, war der Direktor von einem lokalen Krankenhaus für zwei Stunden bei uns. Er hat sich dieser Familie angenommen und sie in seinem Auto ins Krankenhaus gebracht. Das ist ein wunderschönes Beispiel für Gottes perfektes Timing und Fürsorge. Ohne ärztliche Hilfe hat das Baby max. noch 320170117_115536 Tage!

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