Medical Days

Mitte Juli hatten wir einen medizinischen Einsatz von vier Tagen in 6 verschiedenen Dörfern. Zwei Dörfer davon waren ganztags und die anderen vier waren jeweils ein halber Tag. In der Zeit wurden 972 Patienten untersucht/versorgt,an die 100 Zähne gezogen und über 40 Lesebrillen verteilt. Wir waren ein Team von ca. 30 Mitarbeitern, aber vor Ort hatten wir auch viele freiwillige Helfer. Wir hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Meine Aufgabe war in der Medikamentenausgabe. Die Patienten bekamen vom Arzt ein Rezept und haben dann bei uns die Medikamente abgeholt. Wir haben tausende von Tabletten rausgegeben. Für mich war es auch besonders eine Herausforderung, da die meisten kein Englisch sprachen. Man kann die Medikamente ja nicht einfach nur in die Hand drücken, sondern muss erklären, wie oft man die einnehmen soll. So hatte ich an dem Tag gleichzeitig auch viel Möglichkeit mein Tagalog zu praktizieren. “Isang pill tatlong peses sa bawat araw: umaga, tanghali, gabi.” or “Lamang kung masakit.”

Wir hatten 6 Stationen aufgebaut.

  1. Nummer-Ausgabe (bei soviel Leuten braucht man Nummern und die wurden dann aufgerufen)
  2. Vital Signs: das ist eine Lektion über wichtige Hinweise, Zeichen, wenn man krank ist, was das sein konnte und wie man reagiert.
  3. Health Lecture: “Gesundheitslektion” das ist ein Unterricht, wo man ganz grundlegende Dinge lernt wie: Hände waschen, reinigen usw. aber auch richtige Ernährung usw.
  4. Counselling: da kommen die Leute hin und können einfach darüber sprechen was sie belastet, was sie haben usw. und wir beten mit ihnen.
  5. Ärzte: Es hängt immer davon ab, welche Ärzte bereit sind zu kommen, dementsprechend sind dann auch die Untersuchungen. Dieses Mal hatten wir einen Zahnarzt, einen Internisten und einen Orthopäden.
  6. Apotheke/Medikamentenausgabe

Wir hatten sehr viele Patienten und konnten vielen Menschen helfen, doch auch unsere Ressourcen sind begrenzt. Alle sechs Stationen waren im freien draußen aufgebaut.  Es war gewaltig zu sehen, wie dankbar die Menschen alle Hilfe annahmen. Besonders in der “Apotheke” durfte ich das immer wieder miterleben. Zb als ich die Lesebrillen an die Patienten gegeben habe und sie die aufgesetzt haben und scharf lesen konnten. Da ging ein Leuchten in ihren Augen auf und ein Lächeln hat sich auf dem ganzen Gesicht breit gemacht. Auch mit den Medikamenten konnten wir vielen helfen, Schmerzen lindern, Infektionen, usw. bekämpfen. Doch es gab auch einige Patienten, da konnten wir nichts machen. Da war zB ein 12-jähriger Junge mit Knochenkrebs im Endstadium, Menschen mit kaputten Augen, die eine Operation bräuchten, ein Mann mit total verkrümmten Beinen, eine Frau mit einem großen Tumor im Kopf, hinter dem Auge, ein kleines Mädchen mit einem großen Tumor im Kopf, usw.

So gab es viele Geschichten, viel trauriges, das mich sehr bewegt hat. Dieser Einsatz hat mir gezeigt, wie vieles wir doch im Westen für so selbstverständlich erachten, gar nicht weiter darüber nachdenken und uns dann trotzdem noch beklagen, wenn etwas nicht ganz so läuft wie wir wollen, oder mal etwas warten müssen.

An den Tagen hatte ich alle Hände voll zu tun in der Apotheke und habe kein einziges Bild gemacht (ups…), werde mir aber bei einem Kollegen noch Bilder holen und euch dann hier zeigen. So habt ihr wenigstens ein bisschen einen Eindruck. Solche Einsätze sind echt gewaltig, doch wir können dir nur machen mit Hilfe von außerhalb. Direkt im Team haben wir keine Ärzte und nur eine Krankenschwester. Dieser Einsatz war nur möglich, durch die vielen Helfer, die von außerhalb kommen, sogar aus Deutschland und den USA. Wenn jemand von euch an so einem Einsatz Interesse hat und praktisch im medizinischen Bereich helfen kann, dann meldet euch bei mir. Gerne gebe ich euch weiter Informationen.

 

In the middle of July we had a “medical-outreach”. During four days we visited six communities. In two we had a full day and the other four were each a half-day. We had 972 patient, pulled around 100 teeth and handed out over 40 reading-glasses. We were a team of about 30 people and additional helpers on site. We really had enough to do. My job was to hand out the medication. The patients got a prescription from the doctor and then got the medicine in the “pharmacy”. We handed out thousands of pills. For me it was truly a challenge not just because we were busy there anyway but also because most people didn’t speak English. You can’t just give them the medicine without any explanation but you need to give a description about how to take them. So that day I also got the chance to practice my Tagalog a lot. “Isang pill tatlong peses sa bawat araw: umaga, tanghali, gabi.” or “Lamang kung masakit.”

We had 6 stops/areas:

  1. Giving the number: with so many people you need numbers and then they would be called when it was their turn
  2. Vital Signs: Lecture about signs that something is wrong healthwise and how to handle it, how to react right.
  3. Health Lecture: Lecture about foundational things like: washing hands, hygiene, healthy diet
  4. Counselling: people can come here and talk about whats on their mind, or what they have. We listen and pray with them.
  5. Doctors: It always depends on what volunteers/doctors we have at that time. According to that people get an examination and help. This time we had a dentist, an internist and an orthopedist.
  6. Pharmacy / handing out medications

We had many patients and were able to help many people but our ressources are limited. All six stops were outside. It was amazing to see how thankfully they took the help. Especially in the pharmacy I was able to see that. For example as I was handing out the reading glasses and when they put them on and where able to see/ready clearly. Their eyes lightened up and a big smile spread on their faces. Also with the medicines we could soothe pain, treat infections, etc. But there were also patients where we were unable to help. There was a twelve-year old boy with bone-cancer in the final stage, people with damage eyes who are in need of a surgery, a man with crooked legs, a woman with a huge tumor behind her eye, a little girl with a big tumor in her brain that keeps growing pushing her skullcap, and many others…

We had many stories, many sad things that really touched my heart. This outreach showed me how many things we take for granted in the West, don’t give it a second thought how to get medical treatment but then even complain if something doesn’t go the way we want it to or have to wait a little.

The days were very busy and I had lot’s to do in the pharmacy so I didn’t take a single picture. But my friend took some. I’ll have to get some of his and post them here so you can get a visual impression of our medical. Such outreaches have a huge impact but we are not able to do them without help from the outside. In our team we don’t have any doctors and only one nurse. We had many helpers this time outside of the team, even from Germany and the States. If you are interested in a medical outreach and you are able to help us practical in the medical area then please contact me. I am happy to give you more information.

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