Ziegen-Operation / Goat-Surgery

Deutsch/English

Dass ich so etwas schreiben, oder erleben werde, hätte ich nicht gedacht. Während der Zeit auf der Farm, habe ich mitbekommen, dass eine Ziege operiert werden sollte, da sie eine Zyste am Hals/Kopf (die Gegend) hatte. Da wollte ich zusehen. Es kam natürlich alles anders wie geplant. Ich habe nur die ersten paar Minuten zugesehen, als die Ziege die Betäubungspritzen bekommen hat. Da habe ich die Fotos gemacht). Doch dann auf einmal war ich mittendrin im Geschehen, da meine Hilfe gebraucht wurde und da war nichts mehr mit zusehen. Doch auch bei der OP selbst kam es anders, wie gedacht.

Die OP fand nicht in einem OP-Saal statt, sondern einfach im Stall mit Taschenlampe und Tageslicht. Auf max. 6m2 waren wir zu siebt an der Arbeit. Drei Männer haben die Ziege festgehalten (sie war nicht unter Vollnarkose), einer war mit den Spritzen und Tupfern beschäftigt, eine war für das Licht zuständig und ich war abwechselnd mit dem Licht, Tupfern und vor allem Blutstillung eingespannt. Dann war natürlich noch derjenige, der “Haupt-operierender” war. Wir dachten wir können die Zyste “einfach” aufschneiden und den ganzen Eiter raus lassen und dann wieder zunähen. Als wir Stück für Stück weiter aufgeschnitten hatten, stellte sich heraus, dass es keine Zyste ist, sondern ein zwei-Männer-Hand großer Tumor. Leider saß der Tumor nicht einfach nur außen, sondern ging recht tief und nah an die Hals-Hauptschlagader und auch Richtung Hirn. Unterhalb konnte man nur schlecht sehen, wo der Tumor aufhört und wo “Ziege” anfängt. Es war echt eine schwere Operation. Einige Male dachten wir, dass wir die Ziege verlieren, dass sie es nicht schafft. Sie hat sehr viel Blut verloren und ich war gut beschäftigt die Blutung zu stillen und die offene Stelle sauber zu halten. Am Ende konnten wir den Tumor ganz entfernen, alles säubern und wieder zu nähen. Die OP ging knappe drei Stunden. Danach waren wir alle total erledigt. Anscheinend geht es der Ziege heute recht gut. Sie steht auf und frisst. Wir hoffen nun, dass es keine schlimmen Entzündungen gibt und sie wirklich wieder ganz auf die Beine kommt.

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I never thought that I will write or experience the following story. During the time at the farm I found out that one of the goats has to go through surgery as she has a cyst at her throat/neck/head area. I wanted to be there to see the surgery. Surely enough it came differently than I thought. Only the first few minutes I was able to watch (that’s when I took the picture). The goat was just getting the anesthetics but then suddenly I was right in all the happenings. They needed my help but even during the surgery things were not as we first thought.

The surgery didn’t take place in a hospital, no only there in the goatbarn with a flashlight and daylight. We had max. about 6m2 and we were 7 helpers. Three guys held the goat, one was the main surgeon, one did the anesthetics and providing cotton balls, one girl had the light and I helped with caring for the open wound, stopping the blood and keeping it clean. We thought that we could “simply” cut the cyst, or open it to let all the pus out, clean it and then close the wound. After we cut further and further we discovered that it’s not a cyst but a two-man-hand fist big tumor. Sadly the tumor wasn’t just at that spot growing outward but rather going pretty deep getting very close to aorta and also the head/brain. It was hard to see where to cut below the tumor, where the tumor stops and where “goat” starts. It was a very difficult surgery and a few times we thought we are about to loose the goat that she won’t make it. I was very busy with stopping the bleeding and keeping the spot clean. At the end we could remove the tumor completely, clean the wound and “sow it up”. The surgery took us almost three hours and we were all very exhausted afterwards. Apparently the goat is doing pretty good today. Getting up and eating. We just hope now that she will fully recover.

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