Wie es mir geht / How I am

Deutsch/English

Immer wieder berichte ich darüber, was ich hier so erlebe, doch immer wieder werde ich gefragt in E-Mails wie es mir geht. Also Zeit, dass ich darüber mal berichte. 🙂 Na vielleicht, konntet ihr das doch aus den anderen Berichten heraus hören.

Mir geht es richtig gut. Ich habe mich gut eingelebt und auch in dem Haus wo ich jetzt wohne, fühle ich mich schon richtig zu Hause. Natürlich gibt es immer wieder viele neue Sachen, an die ich mich erst gewöhnen muss, aber es geht mir gut und ich fühle mich wohl. Was mir etwas Probleme macht momentan, ist das Schlafen. Ich tu mir schwer einzuschlafen. Ich denke, dass es damit zusammen hängt, dass ich einfach soviel erlebe, was mein Kopf erstmal verarbeiten muss, dazu noch das Lernen einer neuen Sprache. Da kommt mein Kopf einfach nicht zur Ruhe. Ich bin müde und lieg im Bett, aber meine Gedanken kreisen und kreisen. Das gute dabei ist, dass in diesen Gedanken immer wieder philippinische Wörter auftauchen. Irgendwie lustig, da ich ja noch kein Gespräch komplett in Tagalog führen kann, aber in meinen Gedanken tauchen immer mehr Wörter in Tagalog auf. Ich denke das ist ein gutes Zeichen 🙂

Ich denke, dass ich auch gedanklich wirklich auf den Philippinen angekommen bin, denn sogar meine Träume spiegeln philippinische Dinge wieder. Zb hatte ich einen “philippinischen” Alptraum. Ich wurde von einem Carabao (so ne Art Wasserbüffel) verfolgt. Wir essen hier recht viel Fisch (sooo lecker, nicht zu vergleichen mit Fisch zu Hause). Gestern Nacht habe ich davon geträumt, wie ich diesen Fisch esse. Konnte richtig sehen, wie ich die Gräten rauspicke und die Haut wegmache und dann den Fisch genüsslich esse. Also ich träum schon komische Sachen.

Gesundheitlich geht es mir auch sehr gut, wofür ich sehr dankbar bin. Bis jetzt hatte ich nur ein paar Mal Durchfall und das ist richtig gut, denn bei der Umstellung und mit dem neuen Essen, ist es recht normal, dass das öfter vorkommt. Vielleicht wundert ihr euch, dass ich über so manche Themen hier so offen schreibe, aber ich dachte, es sind Dinge die hier so zum Alltag gehören, bzw. die einen hier echt beschäftigen können, also schreibe ich das, damit ihr einen Eindruck bekommt. Es ist auf jeden Fall nicht selbstverständlich, wenn man gesund ist.

Auch sprachlich mache ich Fortschritte. Manchmal schwankt es zwischen Freude und Frust. Ich freue mich über jedes neue Wort das ich lerne und raus gehe und praktizieren kann. Doch dann bin ich auch manchmal frustriert, wenn ich ein Gespräch mit anhöre und nicht mitreden kann und keine Ahnung habe worum es geht. Da braucht man Geduld und wieder gilt: üben, üben, üben. Das Sprachelernen ist aber auch lustig. Gerade gestern, habe ich wieder einen Fehler gemacht. Meine Sprachhelferin meinte, es wäre gut, wenn ich lerne, die Frage, ob ich verheiratet bin auf Tagalog zu beantworten. Also gut, so sagte ich auf Tagalog, dass ich keinen Ehemann habe – dachte ich zumindest, dass ich das sage…. “Ich habe keine Hexe.” Ach, wie nur ein Buchstabe doch die Bedeutung eines Wortes so verändern kann…. Ehepartner ist “asawa” und Hexe “asawang”.

Ich schätze die Filipinos und ihre Kultur immer mehr und gewinne die Menschen hier immer lieber.

In most blog-entries I write about the things I experience here but people are also curious how I am. Maybe you can guess here and there through what I write but now here a real update on how I am doing.

I’m doing really well. I adjusted well so far and also in the house I life in now I feel really at home there. Sure there are still lots of new things that I also have to get adjusted to but I am fine and doing well. One issue I have at the moment though is going to sleep. I think it’s because there are so many things I experience here that my mind has to process. On top of that I am learning a new language and my mind keeps going round and round when I am supposed to sleep. The funny thing is though that I don’t even know how to cope with a whole conversation in Tagalog yet but Tagalog words keep coming up in my thoughts. I guess that’s a good sign.

I think that also with my mind I truly arrived in the Philippines because even my dreams reflect that. I had a “filipino nightmare”. I was chased by a carabao ( kind of a waterbuffalo). We eat here a lot of fish and it’s so much tastier than fish back at home. So last night I dreamed about eating this fish. I could even see how I picked out the bones and took the skin away before enjoying the meat. Oh dear, I dream weird things.

In terms of health I am also doing good for what I am very thankful. So far I had only a few times LBM which is really good because with all the adjustment and different foods it’s quit common to get it more often. Maybe you are wondering why I am writing about such topics so openly. Those things are just part of my life here and that can really bother you. I want to give you a glimpse of that. One thing is for sure: you can’t take it for granted if you are well and healthy.

With the language I also make some progress. Sometimes I’m between excitement and frustration. I am happy about every new word that I learned and able to use it. On the other side I am frustrated when I’m listening to conversations and just don’t have a clue what they are talking about. Again that just means: practice, practice, practice. But learning a new language can also be a lot of fun especially if you make weird and funny mistakes which just happend again yesterday. My language helper thought it would be good if I can answer the question if I’m married, in Tagalog. Well, so I said in Tagalog, that I don’t have a husband – at least I thought so that I said that… “I don’t have a witch.” Oh man how much one letter can make a change to the meaning of the word…. “asawa” – husband/wife and “asawang” – witch.

I appreciate the Filipinos and their culture more and more and also my love for them keeps growing.

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