Dank – eine andere Perspektive

Gestern ging es in einem Tricycle (siehe Bild) in die Nachbarschaft. Es war eine ca. 30 min. Fahrt. Zu acht saßen wir in diesem Gefährt. Wie ihr vom Bild her erahnen könnt, war es richtig eng. Ich saß vorne, zwischen dem Fahrer und noch einem Fahrgast. Irgendwie war die Fahrt ganz lustig, weil wir uns da so reingequetscht haben und dann nicht mehr bewegen konnten. Mir sind die Beine eingeschlafen. Links saß ich fast auf dem Fahrer, der Probleme hatte mit dem Lenken, weil ich da saß mit meiner Tasche und rechts noch so ein anderer Typ auch mit einer großen Tasche. Natürlich kannte ich die Leute in diesem Taxi nicht. Keine Ahnung wer da neben mir saß. Man sagt halt wo man hin will und dann wartet man, bis noch mehr Leute in diese Richtung wollen und man das Taxi vollbekommt, erst dann geht es los. Haltestelle? Nein, man sagt wo man hin will, sogar bis zu seinem Haus und der Rest fährt halt mit. Wenn ich da so drüber nachdenke, merke ich wie wohl ich mich hier fühle. Die Leute sind hier so unkompliziert, man hat Zeit.

Es gibt aber auch andere Dinge, an die man sich erst gewöhnen muss. Zb hatten wir gestern auf heute Stromausfall – 19 Stunden. Da ging halt gar nichts mehr. Man schwitzt in der Hitze ohne Ventilator, kochen auf dem Herd geht nicht mehr, Computer geht nicht. Unter Tags kann man sich ja gut anders beschäftigen. Aber abends ist es schon um 18 Uhr dunkel und dann sitzt man da halt mit seiner Kerze. Was unter Tags schwierig ist, ist das ohne Strom kein Wasser gepumpt wird. Waschen, spülen, duschen und Toilette spülen sind da echt ein Problem – Augen zu und durch. Heute hatten wir grade mal 30 min. Strom, als wir wieder Stromausfall hatten. So hatten wir ein spontanes “Candle-light-dinner”. Diesmal waren es aber nur 30 min. und so kann ich euch diese Nachricht noch schicken.

Momentan regnet es so stark, dass ich den Ventilator nicht mehr höre, selbst die Musik am Laptop (lauteste Stufe) höre ich nur leise. Draußen könnte man theoretisch duschen gehen. Während ich mich hier in einer neuen Kultur einlebe, denke ich so über die Unterschiede nach und was hier oder zu Hause scheinbar so wichtig ist. Es macht mich neu dankbar. Habe überlegt, wofür ich hier dankbar bin:

  • sauberes Wasser
  • zwischendurch mal heiß duschen in einer richtigen Dusche
  • Gesundheit (vor allem bei all den neuen Dingen, die der Körper erstmal verarbeiten muss, gerade mit dem Essen).
  • Stromausfälle – das heißt wir haben sonst Zugang zu Strom.
  • Transportmöglichkeiten
  • uvm.
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